Sport : Sprintstar aus Ungarn

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Berlin - Noch kein Pferd wird am Ostersonntag zum Auftakt der neuen Saison in Hoppegarten auch nur einen Meter galoppiert sein, da hat der erste von neun Renntagen seinen Höhepunkt bereits hinter sich. Das seit Januar am Berliner Stadtrand trainierte ungarische Wunderpferd Overdose wird bereits um 13 Uhr dem Publikum vorgeführt. Es ist jener fünfjährige Hengst, der noch vor drei Jahren auf einer Auktion in Newmarket für nur 3500 Dollar erworben wurde. Bis zu seiner schweren Verletzung im Vorjahr blieb Overdose bei zwölf Starts als Supersprinter ungeschlagen, längst wurden Millionenbeträge für das Pferd geboten. „Overdose ist kein Reha-Fall mehr, er trainiert fleißig und wir hoffen, dass er bald wieder in großen Rennen laufen kann“, sagt Sandor Ribarszki über das Pferd, über das bereits auf Seite eins der „New York Times“ geschrieben wurde.

Der aus Ungarn nach Hoppegarten umgesiedelte Trainer Sandor Ribarszki wird in den acht Rennen andere Pferde präsentieren, die im Vergleich zu Overdose derzeit höchstens Durchschnitt sind. Gerhard Schöningh verspricht in seiner dritten Saison als Rennbahneigner dennoch von Anfang an spannende Vergleiche. „Es geht gleich mit dem ersten Vorlauf der neu geschaffenen Sprintserie über 1200 Meter auf der geraden Bahn los“, sagt er und verweist auf erneut angehobene Dotierungen in der gesamten Saison. Das meiste Geld wird es beim Listenrennen (9. Mai), beim Preis der Diana (23. Mai/Gruppe II), beim Auktionsrennen (11. September) sowie traditionell beim Preis der Deutschen Einheit (3. Oktober) zu verdienen geben. Insgesamt geht es 2010 um rund 650 000 Euro.

Zu Beginn der „Grünen Saison“ auf der 1868 gegründeten Rennbahn wird jedoch Overdose die Hauptattraktion sein. Der ungarische Botschafter Sandor Peisch bezeichnet ihn nicht unbescheiden als Nationalheld seines Landes.

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