Sprüche zur EM : „Es ist ja so furchtbar, es ist ja so furchtbar!“

Netzer verlieh seinem Missvergnügen über Rehhagels Mauergriechen auf deutliche Art Ausdruck - und was wurde sonst noch so an Sprüchen geklopft?

Rehhagel
Zum Ärger des Experten. Otto Rehhagel ließ defensiv spielen. Günter Netzer mochte das nicht.Foto: AFP

„Und dann beginnt das Schönste auf der Welt - bei allem Respekt für die Frauen.“
(Nationaltrainer Slaven Bilic einen Tag vor Kroatiens EM-Auftaktspiel gegen Österreich)

 „Bevor wir geatmet haben, ist es schon 0:1 gestanden.“
(Generalsekretär Alfred Ludwig vom Österreichischen Fußball-Bund nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Kroatien)
 
„Wisst Ihr, wann wir das letzte Mal bei einer Europameisterschaft gewonnen haben? Da hat die Hälfte von euch noch einen Schnuller im Mund gehabt.“
(Kroatiens Trainer Slaven Bilic nach dem 1:0-Sieg zum Start)

 „Ich habe mich mit der schwedischen Mannschaft schon 1958 beschäftigt, als Pele sein erstes Tor geschossen hat.“
(Griechenlands Trainer Otto Rehhagel vor dem Spiel gegen Schweden)

 „Es ist ja so furchtbar, es ist ja so furchtbar!“
(ARD-Experte Günter Netzer in der Halbzeitpause des Vorrundenspiels Griechenland - Schweden)
 
„Mit dem Geist von Feusisberg ist das so eine Sache. Wenn wir gewinnen, ist er da, wenn nicht, ist er weg.“
(Der Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta über die Atmosphäre im Trainingsquartier)

„Immerhin bleibt die Schneefallgrenze so hoch, dass davon der EM-Spielbetrieb nicht negativ beeinflusst werden sollte. Selbst hoch
geschlagene Flanken sollten noch ohne Vereisung des Balles im Strafraum ankommen.“
(Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach zur erwarteten „Schafskälte“ in der ersten EM-Woche)

„Wir werden einen Regentanz in unser tägliches Programm aufnehmen, damit es besser wird.“
(Turnierdirektor Christian Mutschler über das EM-Wetter)

„So ist der Fußball. Wir sind nicht in Hollywood. Ein Happy End gehört nicht zur Planung.“
(UEFA-Sprecher William Gaillard nach dem vorzeitigen EM-K.o. der Schweiz)

„Rammstein. Definitiv ist es nicht Nena, sondern Rammstein.“
(Kroatiens Trainer Bilic auf die Frage, mit welcher Band er den Stil der deutschen Nationalmannschaft vergleichen würde)

„Ich bin nicht der Trainer, der sagt, wir müssen jetzt Gras fressen. Das werde ich nicht tun.“
(Bundestrainer Joachim Löw nach dem 1:2 gegen Kroatien)

„Die Ballverwertungshaltung war nicht da.“
(Nationalspieler Miroslav Klose über dasselbe Spiel)

„Das nächste Mal gehe ich mit Ramos in die Disco mit. Dann sollen sie aber einen ordentlichen Flamenco auflegen.“
(Spaniens Trainer Luis Aragones (69) über einen nächtlichen Disco-Besuch von Abwehrspieler Sergio Ramos)

„Es gibt einige Sachen, die wir besser hätten machen können. Die Torchancen nutzen und dem Schiedsrichter eine Brille kaufen.“
(Frankreichs Trainer Raymond Domenech nach dem 1:4 gegen die Niederlande über seine Stürmer und Referee Herbert Fandel)
„Hallo Piefkes, hallo Piefkes, wisst ihr noch, wisst ihr noch, könnt ihr euch erinnern, könnt ihr euch erinnern: Cordoba, Cordoba.“
(Spottgesang österreichischer Fans zur Melodie „Bruder Jakob“)

„Österreich ist ein guter Gastgeber. Das einzige, was wir den Deutschen wegnehmen wollen, sind die Punkte und natürlich viel Geld.“
(ORF-Sportreporter Edi Finger junior vor dem Spiel gegen Deutschland)

„Das Tor war sensationell. Weltklasse. Kein Sonntagsschuss, ein Montagsschuss.“
(Österreichs Coach Josef Hickersberger nach dem 0:1 durch Ballacks Tor gegen Deutschland)

„Auf der Piste sehen wir uns wieder.“
(Kommentar eines österreichischen Fans nach dem 0:1)

„Brasilianer waren sie noch nie, die Griechen.“
(ORF-Kommentator Thomas König zum Spiel Griechenland-Russland)

„Wir haben versucht, das Beste herauszuholen. Wir haben nicht
gesagt, dass wir ganz Europa schwindlig spielen werden.“
(Rehhagel nach dem Scheitern seiner Griechen in der EM-Vorrunde)

„Wenn das so ist, dann möchte ich am Samstag gerne ein Verräter sein. Vielleicht lassen sie mich dann nicht mehr in mein Land. Aber wenn schon, möchte ich ein richtiger Verräter sein.“
(Der Niederländer Guus Hiddink vor dem Viertelfinale mit Russland gegen sein Heimatland)

 „Am Ende hat der bessere Holländer, unser Trainer, gewonnen.“
(Russlands Stürmer Andrej Arschawin nach dem 3:1 gegen Oranje)

„Ich stelle immer fest, dass die Spieler früher im Bett sind, wenn die Frauen im Hotel sind.“
(DFB-Teammanager Oliver Bierhoff zum Familienbesuch im deutschen Mannschaftshotel)

„Wir waren vielleicht heute die besseren Türken, die selber nicht damit gerechnet haben, dass wir diesmal zurückkommen.“
(Nationaltorhüter Jens Lehmann zum späten deutschen Siegtreffer beim 3:2 im Halbfinale gegen die Türkei)

„In Holland sagt man: Um sicherzugehen, dass man Deutschland geschlagen hat, muss man sie bis in den Bus verfolgen.“
(Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker über seine Strategie für das Spiel gegen Deutschland)

„Auffallend waren die fröhliche, gute Stimmung sowie die hohe Anzahl an alkoholisierten Personen.“
(Aus einer Pressemitteilung der Basler Polizei)

„Ich glaube nicht, dass zwischen betrunkenen Griechen und betrunkenen Österreichern ein besonders großer Unterschied ist.“
(Ein griechischer Polizist vor seinem EM-Einsatz in Salzburg)

„Sie kennen doch alle den Film 'Der Dritte Mann'. Gestern haben wir Bekanntschaft mit dem vierten Mann gemacht.“
(Bundestrainer Joachim Löw nachdem er und sein österreichischer Kollege Josef Hickersberger vom Referee nach Intervention des
Schiedsrichter-Assistenten auf die Tribüne verbannt worden waren)

„Ohne Zidane ist Frankreich nicht mehr die furchterregende Mannschaft von Berlin, sondern eine Gruppe berühmter alter Herren
unter der Leitung eines verrückten Trainers.“
(Die italienische Tageszeitung „Tuttosport“ über die französische Elf) (Tsp/dpa)

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