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Sprunggelenksverletzung bei Kapitän : FC Bayern München: Monatelange Pause für Philipp Lahm

Der FC Bayern München muss mehrere Monate auf Philipp Lahm verzichten. Der Kapitän zog sich im Training einen schwere Verletzung zu und muss operiert werden. Kommt nun Bastian Schweinsteiger früher zurück?

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Bangen um Philipp Lahm: Der Bayern-Kapitän hat sich im Training verletzt.
Bangen um Philipp Lahm: Der Bayern-Kapitän hat sich im Training verletzt.Foto: Imago

Philipp Lahm hatte ganz konkrete Pläne für den Abend des letzten Länderspiels in diesem Jahr. Der Kapitän des FC Bayern München wollte sich am Dienstag einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher mit der Familie machen, so erzählte er jedenfalls in einem Interview, das am Dienstagvormittag auf der Homepage des Rekordmeisters erschienen war. Ganz entspannt, verriet er, verfolge er seit seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft die Auftritte der DFB-Elf. Er sitze jedoch nicht da „und es kribbelt, sondern ich weiß: In einer Woche spiele ich schon wieder in der Allianz Arena gegen Hoffenheim.“

Ein paar Stunden später war klar, dass Lahm weder am Samstag im Bundesligaduell mit der TSG auf dem Platz stehen wird, noch bei einem der anderen sieben Pflichtspiele bis zur Winterpause. Der 31-Jährige erlitt im Training einen Bruch des rechten oberen Sprunggelenks und muss, wie die Bayern via Homepage mitteilten, „zeitnah“ operiert werden und fällt zweieinhalb bis drei Monate aus.

Lahm ist bereits der sechste verletzte Feldspieler

Es war kurz nach 12 Uhr mittags, als Lahm bei einer öffentlichen Trainingseinheit mit dem rechten Fuß umknickte und zu Boden ging. Er konnte nicht mehr auftreten, seine Teamkollegen Dante und Franck Ribéry halfen dabei, den Kapitän auf ein Golfcart zu heben, das ihn vom Platz fuhr. Keine halbe Stunde später war Lahm auf dem Weg in die Praxis des Mannschaftsarztes Hanns-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in der Münchner Innenstadt.

Lahm ist nun nach Holger Badstuber, Thiago Alcantara, Javier Martinez, Claudio Pizarro, David Alaba und Bastian Schweinsteiger bereits der sechste Feldspieler, auf den der FC Bayern derzeit wegen einer Verletzung verzichten muss. Zudem fehlen die beiden Ersatztorhüter Tom Starke und Pepe Reina. Selbst bei den Münchnern mit ihrem qualitativ und quantitativ so hochkarätig besetzten Kader lassen sich diese Ausfälle nicht ohne weiteres kompensieren. Nach dem kreuzbandlädierten Martinez und Alaba, der sich vor zwei Wochen mit einem Innenbandriss bis Ende des Jahres verabschiedet hatte, fehlt Guardiola nun in Lahm bereits der dritte Profi, der sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld einsetzbar ist. Außerdem hat der Weltmeister als Kapitän und Führungsspieler eine besondere Bedeutung innerhalb der Mannschaft.

Schweinsteiger muss nun wohl früher zurückkommen

Allerdings ist der Zeitpunkt von Lahms Zwangspause vergleichsweise günstig – wenn man davon bei einer Verletzung überhaupt sprechen darf. Der FC Bayern hat die Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League längst geschafft, mit vier Siegen in vier Spielen. Das Team steht außerdem bereits als Gruppensieger fest und kann in den letzten beiden Partien in einer Woche in Manchester und 15 Tage später gegen Moskau deshalb auf ein paar Stammspieler verzichten. Auch im DFB-Pokal steht die nächste Runde erst Anfang März an, bis dahin dürften nicht nur Lahm und Alaba wieder zurück sein, sondern auch ein paar andere des Münchner Lazaretts. In der Bundesliga haben die Bayern ein Vier-Punkte-Polster auf Verfolger Wolfsburg.

Und womöglich kehrt Schweinsteiger nun doch früher zurück, als Guardiola zunächst geplant hatte. Der Münchner Vizekapitän, der in dieser Saison wegen einer Patellasehnenentzündung noch kein Pflichtspiel bestreiten konnte, kehrte vor ein paar Tagen ins Mannschaftstraining zurück. Der Bayern-Trainer wollte Schweinsteiger eigentlich „ohne Druck“ ganz behutsam aufbauen. „Wir werden ihn Schritt für Schritt heranführen“, sagte er vor einer Woche. Lahms Verletzung könnte Guardiola nun zum Umdenken zwingen.

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