Sport : SpVgg Unterhaching - 1. FC Köln: Zehn Kölner stärker als die Gastgeber

Auch gegen zehn Kölner hat die SpVgg Unterhaching den Sprung von den Abstiegsplätzen nicht geschafft. Die Münchner Vorstädter mussten sich mit einem 0:0 gegen den 1. FC Köln begnügen, obwohl der Aufsteiger nach einer Roten Karte gegen Abwehrspieler Moses Sichone ab der 38. Minute dezimiert war. Während Unterhaching nach einer kläglichen Vorstellung im Tabellenkeller bleibt, durfte sich Köln immerhin über ihren zweiten Auswärtspunkt freuen. Eine krasse Fehlentscheidung von Schiedsrichter Bernd Heynemann brachte sieben Minuten vor der Halbzeit Zündstoff in die bis dahin faire Partie. Der Magdeburger stellte Sichone wegen einer angeblichen "Notbremse" vom Platz, obwohl dieser seinen Gegenspieler Altin Rraklli überhaupt nicht berührt hatte.

9500 Zuschauer im Sportpark sahen eine von zahlreichen Fehlpässen geprägte Begegnung, die kaum Zweitliga-Ansprüchen genügte. Die Hachinger agierten wie immer vor heimischem Publikum betont defensiv und offenbarten einmal mehr ihre spielerischen Defizite. Da auch für Aufsteiger Köln Vorsicht oberstes Gebot war, blieben Torchancen Mangelware. Dabei hätte die "Geißbock-Elf" bereits nach 28 Sekunden in Führung gehen können, als Christian Timm alleine auf das Tor der Gastgeber zusteuerte und erst durch eine Fußabwehr von Keeper Gerhard Tremmel gestoppt wurde.

Mit einem Flugkopfball, der die Latte des Kölner Tores streifte, vergab Andre Breitenreiter (8.) nach Ecke von Marco Haber die beste Gelegenheit für die Münchner. Selbst in Unterzahl waren die Rheinländer die torgefährlichere Mannschaft und besaßen durch Carsten Cullmann (49.) und Matthias Scherz (63.) die Möglichkeiten, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Das Spiel der SpVgg wurde auch nach der Einwechslung von David Zdrilic und Markus Oberleitner nicht zwingender.

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