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St. Pauli - Hertha 2:3 : Ronny und Wagner drehen das Spiel

Wer zuletzt dreht... Lange sieht es für Hertha BSC beim FC St. Pauli nach einem lockeren Auswärtssieg aus. Doch dann dreht St. Pauli das Spiel, bis kurz vor Schluss Ronny und Sandro Wagner zum glücklichen 3:2-Sieg treffen.

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Furioser Frühlingsausflug nach Hamburg: Hertha BSC gewinnt spät beim FC St. Pauli mit 3:2.Alle Bilder anzeigen
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28.04.2013 15:54Furioser Frühlingsausflug nach Hamburg: Hertha BSC gewinnt spät beim FC St. Pauli mit 3:2.

 Als Sandro Wagner zehn Minuten vor dem Ende ins Spiel kommt, deutet nicht viel daraufhin, dass ein bis dahin schon erregtes Spiel noch einmal eine Steigerung erfahren soll. Zunächst wird Hertha BSC gar mit 1:2 in Rückstand geraten. Das Spiel scheint verloren, wie Herthas Trainer Jos Luhukay hinterher zugeben wird. Zwei Minuten vor dem Ende wird Ronny das 2:2 gelingen – ein Zaubertor in den Winkel. Schließlich kommt der große Moment von Sandro Wagner. Noch einmal segelt der Ball vors gegnerische Tor, Sandro Wagner ist da und erzielt den 3:2-Siegtreffer. Der Rest geht unter im Jubel der 3000 mitgereisten Fans aus Berlin.

 „Was für ein Spiel, was für eine Dramatik“, wird Luhukay nach dem Spiel sagen. „Es war super intensiv. Das Spiel schien gelaufen, aber dann dieser Schluss…“ Herthas Trainer will den Satz nicht vollenden. Seine Augen sagen aber alles. Luhukay ist glücklich. „Das ist nicht selbstverständlich, wenn du vor einer Woche aufgestiegen bist, dass du hier dann noch bis zum Ende kämpfst.“ Und belohnt wirst.

 Der Hamburger Stadtteil St. Pauli hat eine Menge Attraktionen zu bieten, der ortansässige Fußballverein gehörte zuletzt nicht dazu. Die Atmosphäre im Millerntor-Stadion ist nach wie vor erstklassig, aber die Mannschaft von Michael Frontzeck krebst seit Wochen knapp oberhalb der Abstiegszone durch die Zweite Liga. Doch am Sonntag hat diese fußballerisch doch eher limitierte Mannschaft den Bundesligaaufsteiger aus Berlin am Rande einer Niederlage.

 Nach gut zwanzig Minuten steigt Herthas Frontstürmer Adrian Ramos einem langen, planlosen Ball hinterher. An der Grundlinie erobert er den Ball. Er legt ihn quer vor das Tor, wo Sami Allagui keine Probleme hat, die Führung zu erzielen. Es ist ein halbes Geschenk der Gastgeber, aber diese Szene zeigt auch, dass Hertha sich trotz des sicheren Aufstiegs nicht gehen lassen will.

 „Es war ein spektakuläres Spiel mit einem Happy End für uns“, wird Allagui hinterher sagen. Denn das Spiel erhält nach der Führung eine andere Wendung. Mit zunehmender Zeit verlieren die Berliner die Kontrolle über das Spiel. Ihre Dominanz schwindet. Nach einer halben Stunde muss Herthas Torwart Thomas Kraft seinen Strafraum für eine Rettungstat verlassen. Anschließend bringt er St. Paulis besten Spieler, Daniel Ginczek, zu Fall. Kraft sieht Gelb, kann aber den folgenden Freistoß des Angreifers gekonnt parieren.

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