Sport : St. Pauli klettert hoch, Hansa fällt

Rostock verliert daheim das Nordderby 0:2

308005_0_b36f6af8.jpg
Das Duell zwischen Rostock und St. Pauli entschieden die Hamburger für sich. Foto: dpadpa-Zentralbild

Rostock - Mit einer fulminanten Schlussphase hat der FC St. Pauli den FC Hansa Rostock besiegt. Der stärkste Sturm der Zweiten Fußball-Bundesliga benötigte im brisanten Nordderby nur starke sechs Minuten für den 2:0 (0:0)-Erfolg am Montagabend in Rostock. Vor 21 500 Zuschauern, darunter 1400 Fans vom Millerntor, schoss Matthias Lehmann (76. Minute) die Hamburger mit einem herrlichen Freistoß aus 22 Metern in Führung, ehe der eingewechselte Deniz Naki (84.) aus elf Metern zum Endstand erhöhte. Nach der Führung von Lehmann musste Schiedsrichter Kinhöfer das Spiel nach dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern für drei Minuten unterbrechen. Der FC St. Pauli kletterte auf einen Relegationsplatz, während Rostock nach drei Niederlagen in Serie an Boden verliert.

Die auswärtsstarken Gäste sorgten gleich in der vierten Minute für die erste Schrecksekunde der Rostocker. Nach einer Flanke konnte Carsten Rothenbach den Ball aus drei Metern aber nicht am glänzend reagierenden Hansa-Torwart Alexander Walke vorbeibringen. Bei einem Solo von Florian Bruns klärte Walke prächtig. Nach einer halben Stunde spielte der Gastgeber mutiger auf und hatte durch Marcel Schied zwei Torchancen aus Nahdistanz. Debütant Kevin Pannewitz traf mit einem Gewaltschuss aus 27 Metern nur die Latte. Nach dem Wechsel entfachte Hansa mehr Druck und kam zu zahlreichen Möglichkeiten. In der 59. Minute entschärfte Matthias Hain einen Schuss aus 25 Metern von Kevin Schöneberg. Die beste Chance zur Führung verpasste Pannewitz (72.), als er den Kopfball nicht richtig traf.

Nach den schweren Ausschreitungen im September 2008 in Rostock und im März dieses Jahres in Hamburg war die Polizei mit einem Großaufgebot von mehreren Hundertschaften im Einsatz. Die 1400 mit zwei Sonderzügen anreisenden St.-Pauli-Anhänger wurden am Bahnhof von der Bundespolizei in Empfang genommen und zum Stadion geleitet. Dabei wurden mehrere Feuerwerkskörper gezündet. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben