Sport : Stärken und Schwächen der Deutschen

Hartmut Moheit
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Lars Kaufmann

TORHÜTER



Johannes Bitter (HSV Hamburg/26 Jahre/102 Länderspiele/2 Tore): Die Nummer eins im deutschen Team ist zu einem internationalen Klassemann gereift. Verfügt mit 2,04 Meter Größe über Idealmaße, hat seine besonderen Stärken im 1:1-Spiel bei Würfen von der Sechs-Meter-Linie.

Carsten Lichtlein (TBV Lemgo/28/ 100/1): Wie zuverlässig er ist, hat er schon bei einigen Turnieren in der Rolle als Ersatzmann unter Beweis gestellt. Eine lange Anlaufzeit benötigt er nicht.

Silvio Heinevetter (SC Magdeburg/24/ 13/0): Ihm gehört die Zukunft, diese WM wird für ihn einen sehr großen Lerneffekt bringen. Ein sehr emotionaler Spieler, der mit spektakulären Paraden die Fans begeistern kann. Ab der kommenden Saison wird er in Berlin spielen.

LINKSAUSSEN

Torsten Jansen (HSV Hamburg/32/154/ 416): Schnelle Konter und sichere Würfe sind seine Stärke, dabei kommt ihm als ältester Spieler seine große Erfahrung zugute. Das gilt auch in der Deckung, in der er auf der Halbposition aufgeboten wird. Beim WM-Gewinn 2007 gehörte er zu den besten deutschen Aktiven.

Dominik Klein (THW Kiel/25/84/174): Ebenfalls ein Weltmeister, der auch sehr schnell ist und damit gefährlich im Konterspiel. Für Sonderaufgaben in der Deckung, so als vorgezogener Spieler, ist er effizient einsetzbar.

RÜCKRAUM/LINKS

Pascal Hens (HSV Hamburg/28/156/ 460): Nach seiner Verletzung bei Olympia noch nicht wieder der Star. Aus dem Rückraum, vor allem wenn er unbedrängt mit Tempo anlaufen kann, sind seine Würfe nahezu unhaltbar. Ein Spieler für die einfachen Treffer.

Lars Kaufmann (TBV Lemgo/26/61/ 113): Gerade hat er seinen Wechsel zur neuen Saison nach Göppingen bekannt gegeben, was kein Abstieg in seiner Karriere sein muss. Verletzungen hatten den wurfgewaltigen Sachsen zuletzt immer wieder behindert. Seine Fehlwurfquote ist in der Regel sehr hoch.

Sven-Sören Christophersen (HSG Wetzlar/23/21/35): Als Ersatzmann ins Team gerückt. „Ist im Rückraum vielseitig einsetzbar und ein Mann mit Perspektive“, sagt Bundestrainer Heiner Brand über den Junioren-Europameister von 2004.

RÜCKRAUM/MITTE

Michael Kraus (TBV Lemgo/25/75/ 218): Der Kopf des Teams. Bei der WM in Deutschland zum großen Aufsteiger geworden. Stark seine Würfe aus dem Rückraum, aber auch, wie er seine Mitspieler in Position bringt. Bleibt er verletzt und kann im Verlaufe des Turniers nicht eingesetzt werden, wäre er nicht ersetzbar.

Martin Strobel (TBV Lemgo/22/20/39): In der Bundesliga sehr gut, aber bei der WM wird das nicht ausreichen. Doch die Verletzung von Kraus macht ihn in den ersten Spielen zum Denker und Lenker. In Bezug auf Nervenstärke, Übersicht und Konstanz muss er noch viel lernen.

RÜCKRAUM/RECHTS

Holger Glandorf (HSG Nordhorn/25/99/ 338): Ein Kämpfer, der auch dahin geht, wo es richtig weh tut. Was ihm noch fehlt, sind Führungsqualitäten. Die WM wäre die ideale Plattform, sich damit noch besser in Szene zu setzen. Torgefährlich ist der Linkshänder ja ohnehin.

Michael Müller (TV Großwallstadt/24/ 13/26): Die Nominierung für die WM ist für ihn schon ein Erfolg, jetzt gilt es, sich international einen guten Namen zu machen. An der Wurfstärke fehlt es nicht, aber an Erfahrung.

RECHTSAUSSEN

Christian Sprenger (SC Magdeburg/25/ 46/99): Extrem schnell und mit variantenreichen Würfen, diese WM könnte seinen internationalen Durchbruch bringen.

Stefan Schröder (HSV Hamburg/27/32/ 58): Sehr erfahren, doch in der Nationalmannschaft noch nicht gestählt. Ein Spieler mit viel Übersicht.

KREIS

Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen/ 30/104/25): Abwehrchef des Teams, für den Angriff meist ausgewechselt. Wandelt mit seinem Stil ständig an der Grenze des Erlaubten.

Sebastian Preiß (TBV Lemgo/27/106/ 251): Dürfte im Angriff gesetzt sein, muss sich aber enorm steigern. Die WM ist für ihn eine große Herausforderung.

Jens Tiedtke (TV Großwallstadt/29/55/ 81): Er wird seine Chance bekommen. Erfahren ist er, allerdings nicht im Team von Heiner Brand.

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