Sport : Staffelkolleginnen von Marion Jones ziehen vor Gericht

Boston - Die Staffelkollegen der Dopingsünderin Marion Jones wehren sich gegen die Rückgabe ihrer bei den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 gewonnenen Medaillen. Jearl Miles-Clark, Monique Hennagan und LaTasha Colander-Richardson, die mit Jones das 4x400-Meter-Rennen gewonnen hatten, sowie Chryste Gaines, Torri Edwards und Nanceen Perry von der Bronze-Staffel über die 4x100 Meter sammeln Geld, um vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) in Lausanne zu ziehen und die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) anzufechten.

Ein entsprechender Einspruch muss bis zum 1. Mai beim Cas eingehen. „Für diesen Gang und den Kampf gegen das IOC reichen unsere finanziellen Mittel zusammen nicht aus“, sagte Hennagan. Mit Hilfe ihres Anwaltes Mark Levinstein haben die Athletinnen den „Fonds zur rechtlichen Verteidigung unschuldiger Olympia-Athleten“ gegründet. Die in den Balco-Skandal verwickelte Jones hatte bereits ihre beiden Staffelmedaillen sowie das Gold über 100 und 200 Meter und Bronze im Weitsprung zurückgeschickt.

Das IOC-Exekutivkomitee hatte am 10. April in Peking beschlossen, neben der wegen zweimaligen Meineides mittlerweile inhaftierten Jones auch ihren Staffelkolleginnen die Medaillen von 2000 abzunehmen. dpa

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