Sport : Stagnation in Hoppegarten: Unnötige Streits und zu wenig Werbung

epo

Warum machen sich Jockeys und Pferdebesitzer zunehmend rar bei Auftritten in Hoppegarten? "Für mich trifft das nicht zu", sagt Peter Schiergen, "ich bin immer gern hierher gekommen, weil die Bahn ideal zu reiten ist." Der 35-Jährige, der 1998 seine Karriere im Sattel früh beendet hat, knüpfte im Vorjahr als Trainer-Frischling an vorherige Erfolge an: mit den meisten Siegen und der größten Gewinnsumme. Auch als Trainer tue er alles, um Hoppegarten mit Starts zu helfen. Der Nachfolger des Rekord-Trainerchampions Heinz Jentzsch in Köln reist zu größeren Renntagen mit mindestens drei bis vier Pferden an, "weil sich erst dann die Transportkosten ausgleichen lassen". Doch die lukrativen Renntage haben sich in Hoppegarten ebenso wie die Preisgelder deutlich verringert. Bei kleineren Renntagen, so Schiergen, lohne sich wegen der Kosten die weite Reise vom Rhein nicht.

Seiner Meinung nach braucht Hoppegarten mehr Besitzer aus Berlin/Brandenburg, die ihre Pferde hier betreuen lassen. "Da muss sich etwas tun, auch wenn es sehr schwierig ist, neue Besitzer zu gewinnen. Trainer gibt es ja genug." Er habe zudem den Eindruck gewonnen, dass sich der Vorstand des Union-Klubs zu viel mit dem inzwischen integrierten Rennverein gekabbelt und auch mit der Treuhand und deren Nachfolger unnötig oft quer gelegen habe. "Diese Streits waren unnötig, weil alle eigentlich das Gleiche wollen - Hoppegarten nach vorn bringen." Schiergen glaubt, dass einfach auch zu wenig Werbung für Hoppegarten gemacht werde: "Wenn ich vom Flughafen Richtung Hoppegarten unterwegs bin, sehe ich fast nie Hinweisschilder im Stadtbild."

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