Sport : Star in langen Hosen

Trainer Mourinho führt Porto Richtung Champions-League-Finale

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Porto/Madrid (Tsp). Portugiesischer Fußballmeister, portugiesischer Pokalsieger, UefaCup-Sieger – für den FC Porto war das Jahr 2003 ein Traumjahr. Niemand hatte mit diesen Titeln gerechnet, niemand hatte daran gedacht, dass diese Erfolgsbilanz zu steigern sein könnte. Aber in diesem Jahr könnte der Klub wirklich noch zulegen. Der FC Porto ist der einzige Verein in Europa, der neben beiden Landestiteln auch noch die Champions League gewinnen kann. Heute treffen die Portugiesen im Europapokal (20 Uhr 45 MESZ/Premiere live) auf Deportivo La Coruña. „Wenn wir es ganz nüchtern sehen, ist der FC Porto der Favorit auf den Champions-League-Sieg“, schreibt das Sportblatt „A Bola“. Das klingt natürlich ein bisschen anmaßend, aber immerhin zählt der FC Porto nach dem Ausscheiden von Real Madrid, AC Mailand und Arsenal London plötzlich zu den ganz Großen.

Doch Portos Trainer Jose Mourinho versucht, die Euphorie zu dämpfen. „Wir haben den Landesmeistertitel fast sicher, da ist die Champions League für uns nur eine Zugabe.“

Für La Coruña dagegen ist das Spiel alles andere als eine Zugabe. Die Spanier sehen in der Partie so etwas wie die letzte Hoffnung. Sie wollen nämlich verzweifelt einen Titel. Der Wechsel von Torjäger Roy Makaay zum FC Bayern München macht sich eben schmerzhaft bemerkbar. Gegen Monaco hat das Team 3:8 verloren, gegen den AC Mailand 1:4. Allerdings hat die Mannschaft auch Juventus Turin 1:0 und den AC Mailand im zweiten Duell 4:0 besiegt.

Porto spielt da konstanter. Das überrascht umso mehr, als kein Superstar in dem Kader steht. Der eigentliche Star ist der Trainer. In England wird er von Topklubs umworben, in Spanien gilt er als ein Kandidat für die Nachfolge von Carlos Queiroz bei Real Madrid. Dabei ist der 41-Jährige ein Seiteneinsteiger. Früher hatte er als Lehrer gearbeitet, bis ihn Trainer Bobby Robson, damals bei Sporting Lissabon, als Übersetzer verpflichtete. Der Engländer nahm ihn auch mit zum FC Barcelona und machte ihn zu seinem Assistenten. Mourinho blieb auch bei Barcelona, als dort Louis van Gaal Trainer wurde.

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