Start der Rugby-Bundesliga : Ein Berliner Derby zum Auftakt

Mit dem Duell RK 03 gegen BRC startet die neue Bundesliga-Saison im Rugby. Doch in dieser Saison gibt es noch einen dritten Verein aus Berlin in der höchsten Spielklasse.

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Im Stadion Buschallee gibt es am Wochenende etwas zu feiern. Unter dem Motto „50 Jahre Rugby in Weißensee“ begeht der RK 03 Berlin ein rundes Jubiläum. Und da passt es natürlich gut, dass der Berliner RC am Freitagabend zum Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison vorbeischaut (Beginn 20 Uhr). Ein Derby zum Auftakt also, in dem es um die Vorherrschaft in Berlin geht.

Die Favoritenrolle ist dabei allerdings klar verteilt, denn die Gastgeber haben auch in dieser Spielzeit Großes vor. Im Vorjahr scheiterte der RK 03 im Play-off- Halbfinale, wieder wurde es nichts mit einer Meisterschaft für einen Berliner Verein. Stattdessen ging der Titel wie so oft in den Süden der Republik und der amtierende Meister Heidelberger RK gilt auch diesmal wieder als Topfavorit.

Gespielt wird in der Rugby-Bundesliga in zwei Staffeln à acht Mannschaften. Die beiden jeweils besten Teams erreichen die Play-offs um die Meisterschaft.

Neu im Konzert der Erstligisten sind in diesem Jahr die Berlin Grizzlies. Für die Treptower beginnt die Saison am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Mitaufsteiger SG Odin/VfR Döhren (15 Uhr, Willi-Sänger-Stadion). „Unser Saisonziel ist Platz vier bis fünf, wir wollen mit dem Abstieg möglichst nichts zu tun haben“, sagt Trainer James Brennan.

Und natürlich will der Aufsteiger auch die beiden Berliner Lokalrivalen zumindest ein bisschen ärgern – auch wenn die in Sachen Leistungsstärke sicherlich noch einen Vorsprung haben. Gemeinsam mit dem RK 03 und dem BRC ist den Grizzlies der Fokus auf die Nachwuchsarbeit. Rugby in Berlin ist in den vergangenen Jahren zunehmend populär geworden. Es gibt immer mehr Jugendliche, die die Sportart ausüben wollen. Hier brauchen die Vereine entsprechende Strukturen, gerade im Hinblick auf die Trainingsarbeit.

„Unser Ziel ist es, Rugby und seine Werte attraktiv an eine breitere Basis zu kommunizieren“, sagt Grizzlies-Präsident Mick Schmidt. Ganz ähnlich dürften das seine Berliner Kollegen in Weißensee und Charlottenburg sehen. Damit es irgendwann endlich einmal klappt mit einem Deutschen Rugby-Meister aus Berlin.

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