Start in die neue Saison : Volleyball-Meister BR Volleys gewinnt Auftaktspiel

Die BR Volleys sind mit einem Sieg über den Dauerrivalen VfB Friedrichshafen in die Bundesliga-Saison gestartet. Der Volleyball-Meister setzte sich im Eröffnungsspiel der neuen Saison gegen den Pokalsieger mit 3:1 durch.

von
Der Einsatz hat sich gelohnt. Die BR Volleys haben das Eröffnungsspiel der neuen Saison gewonnen. Foto: dpa
Der Einsatz hat sich gelohnt. Die BR Volleys haben das Eröffnungsspiel der neuen Saison gewonnen.Foto: dpa

Die Volleys-Fans in der Schmeling-Halle hatten sich von ihren Sitzen erhoben und sorgten für einen Höllenlärm. Sie feierten den ersten Saisonsieg ihrer Mannschaft, sie feierten einen ganz besonderen Erfolg. Die BR Volleys, der Deutsche Volleyball-Meister, hatte vor 6531 Zuschauern den Deutschen Pokalsieger, den VfB Friedrichshafen, 3:1 (25:18, 30:32, 25:18, 25:23) geschlagen.

Spotlights zuckten zum Rhythmus von Trommelschlägen, Stichflammen stiegen auf, Diskus-Olympiasieger Robert Harting trug die Meisterschale in die Halle, Lasershow, ein bombastischer Knall, AC/DC mit ihrem Klassiker „Highway to hell“, so begann gestern Abend die neue Saison der Volleyball-Bundesliga. So eine Show zum Auftakt hatte es noch nie gegeben.

Die sportliche Unterhaltung danach war weniger fehlerfrei. Beide Mannschaften hatten noch einige Abstimmungsprobleme, beide Mannschaften leisteten sich viele leichte Fehler. Allerdings hatte Friedrichshafen in dieser Hinsicht im ersten Satz erheblich mehr Probleme als die Berliner.

Bei den Volleys spielte Aleksandar Spirovski auf der Diagonalposition, weil Paul Carroll noch Trainingsrückstand nach seiner Schulter-Operation hatte. Der Serbe war in der vergangenen Saison noch ein Problemfall, doch gestern war er der Mann für die big points. Spirovski bot eine starke Partie. Auch Neuzugang Robert Kromm zeigte schnell, dass er eine Verstärkung darstellt. Der frühere SCC-Spieler war meist sicher in der Annahme und hatte viele gute Angriffe. Außerdem hatte er gute Szenen in der Feldabwehr. Mittelblocker glänzte gestern mehrfach im Block, während Außenangreifer Scott Touzinksy im Angriff eine enttäuschende Partie bot. Seine Angriffschläge waren ohne Druck.

Kromm führte sich ersten Satz gleich gut ein. Mit einem Block erzielte er die Führung für die Berliner. Friedrichshafen glich aus, das war allerdings im ersten Satz das letzte Mal, dass der Pokalsieger vom Ergebnis her in diesem Abschnitt mit den Volleys auf Augenhöhe war. Den Rest des Satzes lagen immer die Volleys in Führung. Vor allem Kromm und Spirovski sorgten in der Anfangsphase für die Punkte. Beim 4:1 für die Berliner nahm VfB-Coach Stelian Moculescu zum ersten Mal eine Auszeit. Es nützte nichts, der VfB Friedrichshafen zeigte unerwartet große Probleme. Von den gefürchteten Sprungaufgaben war wenig zu sehen, auch der Block hatte Schwächen.

Die Volleys hatten nie einen ungefährdeten Vorsprung, aber sie lagen doch immer mit mehreren Punkten in Führung. Das 22:16 sicherte Fischer mit einem herrlichen Einer-Block. Und durch einen Aufgabenfehler von Friedrichshafen sicherten sich die Volleys den Satzgewinn.

Im zweiten Satz hatten sich die Gäste allerdings mehr stabilisiert. Sie leisteten sich, wie die Volleys, immer noch diverse Fehler, aber nun war der Satz erheblich umkämpfter. Friedrichshafens Neuzugang Ventzislav Simeonow stellte die Volleys immer wieder vor Probleme. Durch einen Punkt des gebürtigen Bulgaren gingen die Gäste beim 14:13 auch zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Es blieb ausgeglichen, und dann wurde es überaus spannend. Beim 24:23 hatte der VfB erstmals Satzball, abgewehrt von den Volleys. Die Berliner wehrten insgesamt fünf Satzbälle ab. Sie hatten sogar selber die Chance, den entscheidenden Punkt zum Satzgewinn zu machen. Doch diese Chance vergaben sie.

Im dritten Satz aber ein anderes Bild: Die Volleys dominierten, zeitweise führten sie 20:12, weil sie nun erheblich sicherer spielten. Den zweiten Satzball verwandelte Robert Kromm.

Auch im vierten Satz setzten sich die Volleys durch. Bis zum 12:12 war das Spiel ausgeglichen, dann zogen bis auf 21:16 davon. Friedrichshafen kam allerdings noch mal auf 20:22 und 23:24 heran. Doch der eingewechselte Paul Carroll verwandelte den Matchball.

0 Kommentare

Neuester Kommentar