Sport : Steffi Nerius vor dem großen Wurf

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Helsinki Steffi Nerius und Nadine Kleinert sind die deutschen Athletinnen, die wohl mit den größten Chancen auf eine Medaille bei den Entscheidungen des Wochenendes in Helsinki an den Start gehen. In ihrem Qualifikationswettbewerb sorgte Speerwerferin Nerius am Freitag bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft jedenfalls für Furore. Nerius, Zweite bei den Olympischen Spielen 2004, qualifizierte sich gestern mit der persönlichen Bestleistung von 66,52 Metern für das Finale am Sonntag. Bereits heute muss Nadine Kleinert zur Entscheidung im Kugelstoßen antreten. Wenige Wochen vor der WM hat sie die Kugel erstmals weiter als 20 Meter gestoßen.

Nadine Kleinert – die wie Nerius bei den Spielen in Athen 2004 Silber holte – scheint nach ihrer neuen persönlichen Bestleistung (20,06 Meter) eine gute Platzierung schaffen zu können. Die Magdeburgerin hat aber starke Konkurrentinnen. Favoritin ist die Russin Nadeschda Ostaptschuk, die nach ihrem WM-Silber in Paris nun Gold anstrebt.

„Kleinert und Nerius haben ganz sicher Medaillenchancen“, sagt Frank Hensel, der Sportdirektor und Generalsekretär des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). „Steffi Nerius hat in diesem Jahr eine unglaubliche Konstanz und ein hohes Niveau. So leicht wie in den letzten Jahren hat sie es aber nicht mehr.“ Vor allem im Kugelstoßen sieht Frank Hensel für Kleinert Unwägbarkeiten. „Die Konkurrenz, die hier antritt, war nicht unbedingt so präsent in den letzten Monaten.“

Die Konkurrenz braucht Steffi Nerius nah ihrem grandiosen Auftritt am Freitag wohl kaum zu fürchten. „Natürlich schiele ich auf Gold“, sagt die 33-Jährige aus Leverkusen. In zehn Wettkämpfen vor der Weltmeisterschaft blieb Steffi Nerius ungeschlagen und steht mit ihren 66,52 Metern vom Freitag auf Platz drei der Weltbestenliste. Nur Olympiasiegerin Osleidys Menéndez (68,47) und Sonia Bisset (67,67) aus Kuba waren in dieser Saison besser. dpa

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