Sport : Steglitzer Fechtpokal: Qualitätssteigerung, leider ohne Damen

Peter Kaspar

Der Weltranglisten-Erste und Silbermedaillengewinner von Sydney, Ralf Bissdorf aus Heidenheim, führt die Starterliste des 14. Turniers um den Steglitzer Fechtpokal an. Zu dem Euro-Grand-Prix werden am Sonnabend in der Carl-Diem-Halle 65 Florettfechter und 50 Degenfechterinnen erwartet. Der Wettbewerb steht vor einer wichtigen Aufwertung, denn die Europäische Fecht-Kommission will den Steglitz-Pokal zukünftig zu einem von vier Qualifikationsturnieren für die Europameisterschaften machen. Die Steglitzer sind darüber schon deshalb froh, weil sie in Berlin stets im Schatten des Degenturniers um den "Weißen Bären" stehen, bei dem meist ausgezeichnete Athleten aus der ganzen Welt antreten.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. Das bislang gemischte Turnier müsste dann auf seine Damenkonkurrenz verzichten. Deshalb arbeiten die Steglitzer bereits mit dem OSC Schöneberg zusammen, der in Zukunft die Wettkämpfe der Damen zeitgleich übernehmen soll.

Schon in diesem Jahr sind die Schöneberger in die Organisation eingebunden. Auch in Zukunft soll das Turnier an nur einem Tag ausgefochten werden, wie der Präsident des Fechtclubs Steglitz, Udo Ungureit am Donnerstag erklärte. Er verspricht sich dadurch einen größeren Publikumsandrang bei den Finalkämpfen, die morgen um 19 Uhr in Hotel Steglitz International stattfinden. Dann werden jeweils die letzten vier Fechter aufeinander treffen.

Großer Favorit ist bei den Herren Ralf Bissdorf, der den Pokal schon 1997 gewann. Juniorenweltmeister Andre Wessels (Tauberbischofsheim) und der russische Bronzemedaillengewinner von Sydney, Dimitri Shewtschenko, dürften die stärksten Konkurrenten sein. Bei den Degenfechterinnen wird Titelverteidigerin Magdalena Jeziorowska weit vorne erwartet.

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