STEIL Pass : Empfänger: heintje@gmx.de

Philipp Köster verrät die geheime Mailadresse von Andreas Möller

Philipp Köster

Neulich spielte sich bei meinem Heimatverein Arminia Bielefeld eine ulkige Szene ab. Präsident Hans-Hermann Schwick wollte den Aufsichtsrat darüber informieren, dass Manager Reinhard Saftig eine Gehaltserhöhung fordert, und schickte deshalb ein Fax herum. Kurze Zeit später wurde eben jenes Fax in der „Bild“-Zeitung abgedruckt, was die Frage aufwarf, ob sich der Präsident nur verwählt hat oder das Fax von einem gewissenlosen Aufsichtsrat weitergegeben wurde. Auf jeden Fall kommentierte Schwick die peinliche Angelegenheit hinterher mit dem schönen Satz: „Wir leben nun mal im Zeitalter der Faxe!“ Worauf in Bielefeld zahlreiche hilfsbereite Menschen anboten, dem guten Herrn Schwick bei Gelegenheit eine E-Mail-Adresse einzurichten. E-Mail, das ist dieses neumodische Ding aus Amerika, das vielleicht demnächst mal die Eilboten ablösen wird.

Natürlich haben viele Spieler und Trainer auch schon längst eigene E-Mail- Adressen. Andreas Möller empfängt unter heintje@gmx.de gerne Post, Oliver Bierhoff checkt täglich die Adresse ich-ag@starnbergersee.de, und wer Michael Ballack eine Nachricht zukommen lassen will, schreibt einfach an willunbedingtzurücknach@deutschland.co.uk. Natürlich werden solche Adressen stets geheim gehalten, schließlich will kein Spieler plötzlich das Postfach mit Angeboten zur Gemächtverlängerung oder Offerten unseriöser Spielervermittler zugemüllt bekommen.

Andererseits ist es für Spieler ziemlich mühsam, sich bei jedem Vereinswechsel eine neue Mail-Adresse zuzulegen. Also wetten wir mal, dass Lukas Podolski immer noch unter prinzpoldi@fckoeln.de zu erreichen ist. Und Felix Magath hat trotz mehrfacher Ermahnung die Adresse chefkoch@fcbayern.de immer noch nicht an Ottmar Hitzfeld weitergegeben. Was für Hitzfeld nervig ist, weil er so immer noch unter aushilfskellner@premiere.de erreichbar ist.

Also, man kann Mails an Hitzfeld senden. Und wenn die zurückkommen, ist das auch kein Problem. Man kann ja immer noch ein Fax schicken.

„11Freunde“-Chefredakteur Philipp Köster schreibt an dieser Stelle im Wechsel mit Stefan Hermanns.

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