• STEILPASS Frauen: Die Watschn Gottes Jens Kirschneck über eine vielfach begabte Stürmerin aus der Schweiz

STEILPASS Frauen : Die Watschn Gottes Jens Kirschneck über eine vielfach begabte Stürmerin aus der Schweiz

Ramona Bachmann gilt als eines der größten Talente der Welt. Dass sie vielfältig begabt ist, demonstrierte die Schweizerin in einem WM-Qualifikationsspiel gegen England. Da zeigte sie, dass sie auch mit einer Bewerbung für eine Schauspielschule solide Erfolgschancen hätte. Als Bachmann das Anschlusstor erzielt hatte, eilte sie herbei, um den Ball aus dem Netz zu holen. Allerdings stand dort die Torhüterin, um dasselbe zu tun – man kennt das ermüdende Ritual. In diesem Fall aber geschah Spektakuläres: Als die Stürmerin sich an der Torfrau vorbeidrängeln wollte, fiel sie wie vom Blitz getroffen zu Boden und wälzte sich in schlimmen Schmerzen. „Wo Rauch ist, da ist auch Feuer“, dachte sich die Schiedsrichterin und stellte die Britin vom Platz. Leider zeigten die Fernsehaufnahmen, dass die Keeperin sich nichts zuschulden hatte kommen lassen. Das Filmchen ging im Internet um die Welt und Ramona Bachmann steht nun ziemlich dumm da.

Die in Sachen Trickbetrug (Stichwort: Hand Gottes) gebrannten Engländer reagierten gereizt und überzogen das Online-Gästebuch der von unsichtbarer Watschn niedergestreckten Schweizerin mit bösen Schmähungen. Besonders schön ein User namens Sepp Blatter, der schrieb: „Gut gemacht, Mädchen, diese Schwalbe war fast so kriminell wie meine Leitung der Fifa.“ Wo allerdings 1986 der schlitzohrige Maradona den WM-Titel feiern konnte, nahm diesmal die Gerechtigkeit ihren Lauf. England qualifizierte sich, die Schweiz schied in den Play-offs gegen Italien aus. Ramona Bachmann konnte nicht mitwirken: Rückenschmerzen. Der Hexenschuss Gottes?

Jens Kirschneck schreibt an dieser Stelle über Frauenfußball. Stefan Hermanns blickt auf den deutschen Fußball und Markus Hesselmann beschäftigt sich in seiner Kolumne mit dem Ausland.

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