• STIL Offensive: Der Trick mit dem weißen Unterhemd Esther Kogelboom bewundert die Beiläufigkeit von Sylvie van der Vaart

STIL Offensive : Der Trick mit dem weißen Unterhemd Esther Kogelboom bewundert die Beiläufigkeit von Sylvie van der Vaart

Sylvie, das leuchtende Vorbild aller Spielerfrauen! Sylvie, die neue Victoria! Sylvie, geniale Nutznießerin des Feinripps.

Endlich hat es mal eine erkannt: Es gibt einfach kein besseres Kleidungsstück als das klassische, auf Figur geschnittene, blütenweiße Herrenunterhemd. Man kann es drehen und wenden wie man will, es sieht immer gut aus – weil das Herrenunterhemd das modische Din-A4-Blatt ist. Man kann alles draus machen oder auch nichts. Sylvie van der Vaart holt raus, was geht. Und das zum Glück ganz ohne grelles Orange.

Werfen wir einen Blick auf Sylvies Schuhwerk. Fransenstiefel bei 30 Grad. Sheryl Crow winkt anerkennend aus den Staaten rüber.

Dann der kurze Jeansrock. (Oder handelt es sich um eine Shorts?) Sheryl Crow ist schon ganz aus dem Häuschen.

Achtung, jetzt kommt der Schmuck. Er ist wahrscheinlich Marke Eigenbau, entwirft Sylvie van der Vaart doch ihre eigene Schmuckkollektion („PURE by Sylvie“), ein Schicksal, das sie mit Barbara Becker, Uschi Obermaier, Ireen Sheer und Jenny Elvers-Elbertzhagen teilt. Einziger Kritikpunkt: Warum müssen Celebrity-Frauen, wenn ihnen gar nichts anderes mehr einfällt, geradezu zwangsläufig eine eigene Schmuckkollektion entwerfen und sich damit „ihren großen Traum erfüllen“? Eine eigene Schmuckkollektion entwerfen scheint heutzutage das zu sein, was früher eine Platte aufnehmen war.

Schließlich das Haar. So schöne Haare wie das „Otto“-Katalog-Model hat keine andere Spielerfrau. Und wie hübsch zerzaust sie zurechtgemacht wurden, als hätte der salzige Hafenwind sie trocken geföhnt. Denn das weltläufige Understatement kann die Niederländerin nur an einem Ort der Welt gelernt haben: im Schatten des Hamburger Sportvereins, auf der Schanze.

Alles in allem ist Sylvie van der Vaart ein Musterbeispiel für anspruchsvolle Beiläufigkeit. Nie hat jemand so perfekt ungestylt gestylt auf der VIP-Tribüne gesessen. Holland kann ruhig ausscheiden, aber Sylvie soll noch ein bisschen sitzen bleiben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben