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Stimmen zur Fifa-Wahl : Sepp Blatter: "Infantino ist ein würdiger Nachfolger"

Mehr Transparenz, tiefgreifende Verbesserungen: Die Anforderungen an den neuen Fifa-Chef sind groß. Die Reaktionen gehen in eine Richtung: Mit Gianni Infantino ist das möglich.

Ex-Fifa-Präsident Joseph Blatter ist mit der Wahl zu seinem Nachfolger zufrieden.
Ex-Fifa-Präsident Joseph Blatter ist mit der Wahl zu seinem Nachfolger zufrieden.Foto: Imago

Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa (Infantino-Herausforderer):

„Die neue Fifa muss integrativer sein und die Unterschiede im Welt-Fußball reflektieren. Ich vertraue Gianni Infantino, dass er die Führungskraft hat, dies zu erreichen und die dringend benötigten Reformen umzusetzen.“

Joseph Blatter (Ex-Fifa-Präsident):

„Gianni Infantino ist ein würdiger Nachfolger. Er hat alle Qualitäten, meine Arbeit fortzusetzen und die Fifa wieder zu stabilisieren.“

Rainer Koch (DFB-Interimspräsident):

„Ich bin sehr erleichtert, dass Gianni Infantino gewonnen hat und dass wir mit ihm in unserer europäischen Fußball-Gemeinschaft weiter sehr viel Einfluss auf den Weltfußball nehmen können.“

Wolfgang Niersbach (Fifa-Spitzenfunktionär):

„Ich traue Gianni Infantino zu, dass ihm die Wende in Sachen Ansehen und Glaubwürdigkeit der Fifa gelingt. Es war ein guter Tag, vielleicht sogar ein historischer.“

Özcan Mutlu (Sprecher für Sportpolitik):
„Mit Gianni Infantino haben sich die Delegierten des außerordentlichen Fifa-Kongresses für nicht mehr und nicht weniger das kleinere der zur Wahl stehenden Übel entschieden. Infantino trat mit wenig glaubwürdigen Worten über Reformen und Transparenz und mit Wahlgeschenken an die Verbände heran, die stark an die Ära Blatter erinnern.

Offen aber bleibt: Haben die Delegierten den Schweizer gewählt, weil er – von der UEFA gesponsert – mit einer halben Million Euro Wahlkampf auf der ganzen Welt betrieb? Haben hier wieder altbekannte FIFA-typische Klüngeleien eine Rolle gespielt? Oder haben die Delegierten sich mit seiner Wahl eigentlich nur gegen den Rivalen, den bahrainischen Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa, dem Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen im Zusammenhang mit der Zerschlagung von Aufständen innerhalb seines Landes anlasten, entschieden?

Klar ist, dass Infantino nun in der Bringschuld steht, wenigstens die versprochenen Reförmchen umzusetzen und weitere auf den Weg zu bringen. Wir werden ihm dabei auf die Finger sehen.“

Witali Mutko (Russischer Sportminister):

Gianni Infantino hat große Erfahrung in der Arbeit mit dem Fußball, er kennt den Fußball und könnte mit Unterstützung aller Länder natürlich Ruhe in die Situation um die FIFA bringen.“ (Tsp/dpa)

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