Sport : Straftraining statt Party

Union verliert 0:2 beim SC Paderborn

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Erklärungssuche. Unions Polenz (li.) und Peitz wollen begreifen. Foto: contrast
Erklärungssuche. Unions Polenz (li.) und Peitz wollen begreifen. Foto: contrastFoto: contrastphoto

Paderborn - Uwe Neuhaus hielt diesmal keine Überraschung parat. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin schickte im Auswärtsspiel beim SC Paderborn 07 genau jene Mannschaft aufs Feld, die zuletzt im Testspiel beim Drittligisten SV Babelsberg 03 mit 3:1 gewonnen hatte. Geholfen hat dies nur wenig. Die Köpenicker unterlagen Paderborn 0:2 (0:0) und blieben somit auch im vierten Pflichtspiel der Saison ohne Sieg. Die Gastgeber erzielten dagegen ihre ersten beiden Treffer in dieser Spielzeit. „Es fällt mir verdammt schwer, die passenden Worte zu finden. Ich nehme meine Mannschaft sonst immer in Schutz“, sagte Neuhaus. „Aber diesmal kann ich das nicht machen. Das war zu enttäuschend. Meine Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit versagt.“

Unions Teammanger Christian Beeck machte in der Pressekonferenz für einen kurzen Augenblick aus Versehen das Licht aus. Und gewissermaßen war das symbolisch für den erneut torlosen Auftritt einer Union-Elf in Paderborn. Auch im vierten Punktspiel beim SC gelang den Berlinern kein einziges Tor.

Dabei hatte es zu Beginn des Spiels noch ganz gut ausgesehen. Mit der neuen 4-4-2-Taktik mit Dominic Peitz alleine vor der Abwehr und Halil Savran als zweiter Spitze neben Karim Benyamina bot Union ordentliche Gegenwehr, auch wenn Schlussmann Jan Glinker bereits in der zweiten Minute einen Kopfball von Edmond Kapllani abwehren musste. Björn Brunnemann und Karim Benyamina besaßen in der danach recht offenen Partie jedoch einige Chancen zur Führung. „Wir hätten einfach zur gegebenen Zeit einen Treffer erzielen müssen“, sagte Peitz, der am heutigen Sonnabend 26 Jahre alt wird. Die Feier dürfte nicht allzu groß ausgefallen sein. Den statt des erhofften freien Tages bei seiner Familie in Geseke unweit von Paderborn musste Peitz wieder in den Mannschaftsbus steigen. Am Sonnabend ist Straftraining angesagt.

Schuld waren die beiden Gegentore in Hälfte zwei. Erst traf Gaetano Manno in der 58. Minute nach einem Ballverlust von Halil Savran zum 1:0 für Paderborn. Nach einer Stunde vergab der eingewechselte Chinedu Ede die Chance zum Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Abpfiff verwandelte der Paderborner Kapitän Markus Krösche einen von Peitz verschuldeten Foulelfmeter zum 2:0.

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