Straubing Tigers : Favorit sind immer die anderen

Die Straubing Tigers nehmen ihre Außenseiterrolle in den Pre-Play-offs gegen die Eisbären Berlin gern an - dabei stehen ihre Chancen gar nicht so schlecht.

Die Straubing Tigers verloren nur das erste von vier Hauptrundenspielen gegen die Eisbären.
Die Straubing Tigers verloren nur das erste von vier Hauptrundenspielen gegen die Eisbären.Foto: dpa

Larry Mitchell ist als Frühstarter bekannt. Der Eishockey-Trainer ist mit seinen Teams regelmäßig gut in eine Saison gekommen, um dann genauso zuverlässig am Ende einzubrechen. Auch in dieser Spielzeit schien sich dies wieder einmal zu bestätigen. Mit den Straubing Tigers war Mitchell nach fünf Spieltagen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Tabellenzweiter – punktgleich mit Spitzenreiter Eisbären Berlin. Danach allerdings ging es mit Straubing genauso rasant bergab wie mit Berlin, die Tigers sicherten sich die Teilnahme an den Pre-Play-offs erst durch ein 4:1 am letzten Hauptrundenspieltag in Mannheim. In der Qualifikation für das Viertelfinale trifft Straubing nun auf die Eisbären, die auch am Ende der Saison als Achter genau einen Platz vor den Bayern rangierten. Am Mittwoch steigt das erste Duell der Serie nach dem Modus „Best of three“ in der Berliner Arena am Ostbahnhof (Beginn: 19.30 Uhr).

„Die Pre-Play-offs sind etwas Großes für uns. Da freuen wir uns richtig drauf“, sagt Rene Röthke. Der Tigers-Stürmer, der in Berlin geboren wurde und einst auch für die Eisbären spielte, sieht den Gegner allerdings als „klaren Favoriten“, denn „die Berliner haben so viel Erfahrung, sind jetzt komplett und haben immer noch viele Meisterspieler im Team.“ Was die Pre- Play-offs angeht, waren die Erfahrungen der Eisbären bislang in ihrer DEL-Geschichte allerdings durchweg negativ. Dreimal mussten die Berliner in die Runde vor den eigentlichen Play-offs – dreimal scheiterten sie.

Dazu kommt die gute Bilanz der Straubinger in dieser Saison, von den vier Duellen mit den Eisbären gingen drei an die Tigers. „Da haben wir sehr gut gespielt, aber die Karten werden jetzt neu gemischt“, sagt Röthke. Als Beleg seiner These erinnert der 34-Jährige an die vergangene Spielzeit, als Straubing in der Hauptrunde viermal gegen München gewann, nur um dem späteren Meister dann im Play-off- Viertelfinale mit 1:4 zu unterliegen.

Wie bei den Eisbären herrscht bei den Tigers eine gewaltige Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten. Nur 22 der 67 Hauptrundenpunkte holte Straubing auf fremden Eis, bei den Berlinern waren es gar nur 19 von 68. „Wir wissen, dass wir ein Auswärtsspiel gewinnen müssen, an besten gleich das erste“, sagt Röthke. Dagegen hätte sicher auch sein Trainer Larry Mitchell nichts einzuwenden, zumal er damit seinem Ruf als Frühstarter wieder einmal gerecht werden würde.

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