Streit beim Favre-Wechsel : Hertha will nun auch den Co-Trainer

Der Wechsel von Trainer Lucien Favre vom FC Zürich zu Hertha BSC sorgt weiter für ein gereiztes Klima. Zürichs Vereinspräsident Canepa lehnt es kategorisch ab, dass Favres Assistent Harald Gämperle mitwechselt.

Hoeneß und Favre
Hoeneß und Favre.Foto: dpa

Berlin -  "Nur über meine Leiche", zitierten Berliner Zeitungen Ancillo Canepa zu einem Wechsel von Gämperle, dessen Vertrag in Zürich bis 2008 läuft. Hoeneß und Canepa hatten am Sonntagnachmittag erstmals miteinander gesprochen und wollen sich in dieser Woche treffen, um die Modalitäten des Favre-Wechsels zu klären. Hertha BSC hatte zuvor darüber geklagt, keinen der Zürcher Verantwortlichen zu erreichen, während Canepa noch am Sonntag erklärte, bis dahin nichts aus Berlin gehört zu haben. Zudem bestritt er, dass in Favres Vertrag eine Ablösesumme festgelegt sei. Die Rede war bislang von 200.000 Euro.

Mittelfeldspieler Inler auch zu Hertha?

Dass auch Spieler Favre zu Hertha BSC folgen könnten, hatte Canepa bereits in der "Neuen Zürcher Zeitung" abgelehnt. "Es wäre auch menschlich ein Tiefschlag, wenn er versuchen sollte, FCZ-Spieler oder den Co-Trainer nach Berlin zu holen. Es wird keinen Exodus nach Berlin geben", betonte Canepa. Laufende Verträge müssten eingehalten werden: "Wir leben doch nicht in einer Bananenrepublik!" Hoeneß kündigte inzwischen an, man werde an Stelle von Gämperle einen anderen Co-Trainer für Favre suchen.

Als Abgang aus Zürich wird Mittelfeldspieler Gökhan Inler gehandelt. Der 22 Jahre alte Schweizer mit türkischen Wurzeln war eine der Stützen der Meistermannschaft. Wie die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" berichtete, hat aber der
italienische Erstligist Udinese Calcio seit längerem Interesse an Inler. Auch um ihn gibt es allerdings Streit: Im bisherigen Vertrag, der bis 2009 läuft, soll eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Franken (900.000 Euro) festgeschrieben sein. Canepa erklärte der Zeitung dagegen, der Kontrakt sei bereits im vergangenen Dezember mündlich bis 2010 verlängert und die Ablöse erhöht worden. (Mit dpa)

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