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Streit im DFB : Niersbach greift Zwanziger an – über Uli Hoeneß

12.11.2012 11:39 Uhrvon
Reden nicht mehr mit-, sondern nur noch übereinander. Theo Zwanziger (l.) und Wolfgang Niersbach. Foto: dpaBild vergrößern
Reden nicht mehr mit-, sondern nur noch übereinander. Theo Zwanziger (l.) und Wolfgang Niersbach. - Foto: dpa

Am Wochenende eskalierte der Streit zwischen Theo Zwanziger und seinem Nachfolger Wolfgang Niersbach in aller Offen- und Öffentlichkeit; ein Streit, der den deutschen Fußball noch eine Weile beschäftigen könnte.

Das Verhältnis zwischen Vorgängern und Nachfolgern ist selten frei von Friktionen. Als Theo Zwanziger einst Gerhard Mayer-Vorfelder die Macht im Deutschen Fußball-Bund (DFB) entwunden hatte, musste sein Vorgänger lange darauf warten, Ehrenpräsident des DFB werden zu dürfen – und sein „Kicker“-Abo wurde ihm gestrichen. Am Wochenende nun eskalierte der Streit zwischen Zwanziger und seinem Nachfolger Wolfgang Niersbach in aller Offen- und Öffentlichkeit; ein Streit, der den deutschen Fußball noch eine Weile beschäftigen könnte.

Zwanziger musste Anfang dieses Jahres sein Amt aufgeben, nachdem er sich in sich selbst verhakt und intern den Rückhalt verloren hatte.

Als Vertreter des DFB in den internationalen Verbänden Fifa und Uefa ist er aber weiterhin tätig.

Wie berichtet hat der Vorgänger nun in seiner Biografie „Die Zwanziger Jahre“ das Credo des Nachfolgers Niersbach kritisiert, der Profifußball sei Kerngeschäft des DFB. Bei der EM im Sommer sei der „Abstecher nach Auschwitz nicht mehr als eine Pflichtübung“ gewesen, zum Unrecht in der Ukraine sei der DFB sprachlos geblieben. Zitat Zwanziger: „Die Funktionäre kommen nicht von selbst drauf, sie machen ja jetzt Kerngeschäft.“

Niersbach konterte die Kritik mit einem Gegenangriff, den er geschickt über Bande spielte. Beim Sportpresseball in Frankfurt am Main sagte der DFB-Chef: „Eigentlich ist jedes Wort zu viel. Aber ich würde Uli Hoeneß nicht widersprechen.“ Das Zitat entfaltet seine Delikatesse erst, wenn man die Worte des Präsidenten des FC Bayern kennt. Sie lauten: „Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident ist, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt endgültig in die Isolation treiben.“ Zwanziger hatte Hoeneß, mit dem er schon länger zerstritten ist, als Macho bezeichnet: „Er hat seine Philosophie des Provozierens mit ins Präsidentenamt genommen.“ Zudem verdamme er Verbände wie die Fifa, ohne selbst Verantwortung zu übernehmen.

Seine deutlichen Worte könnten Zwanziger tatsächlich einsamer machen. Eintracht Frankfurts Chef Herbert Bruchhagen fasst die Stimmung so zusammen: „Es ist ausgesprochen ungewöhnlich, dass ein ehemaliger DFB-Präsident ein Buch schreibt. Das ist ein Ehrenamt von höchstem Vertrauen, in dem Dinge behandelt werden, die nicht in die Öffentlichkeit gehören.“

Theo Zwanziger stellt sein Buch am Mittwoch beim Tagesspiegel in Berlin vor. Mit ihm diskutieren Claudia Roth und Günter Netzer. Informationen und Tickets gibt es hier.

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