Sport : Streit um Schumacher – eine Chronik

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1994: Der große WM-Favorit ist der Brasilianer Ayrton Senna, doch die ersten drei Rennen gewinnt Michael Schumacher. Senna sagt: „Ich weiß, dass ich gegen ein illegales Auto fahre.“ Man munkelt, Schumachers Team Benetton setze verbotene Hilfsmittel wie eine Traktionskontrolle ein. In Imola verunglückt Senna tödlich, und Schumacher gewinnt. Seine Freude darüber, und dass er nicht zur Beerdigung erscheint, werden ihm übel genommen.

Beim Großen Preis von Deutschland bricht beim Betanken des Benetton von Schumachers Kollegen Jos Verstappen ein Feuer aus. Später stellt sich heraus, dass Benetton die Tankanlage manipuliert hatte, um die Durchflussmenge zu erhöhen.

Beim Saisonfinale in Adelaide hat Schumacher den Titel schon fast an Damon Hill verloren, als er eine Mauer touchiert. Als Hill ihn überholen will, zieht Schumacher nach innen. Die Kollision beschädigt Hills Wagen, Schumacher ist Weltmeister.

1995: Beim Auftaktrennen in Brasilien gewinnt Schumacher, doch sein Team Benetton erhält keine Konstrukteurs-Punkte, weil der Sprit beanstandet wird. Am Ende wird Schumacher überlegen Weltmeister.

1997: Vor dem letzten Saisonrennen in Jerez führt Michael Schumacher in der WM mit einem Punkt Vorsprung auf Jacques Villeneuve. Der Deutsche weiß, er wäre Weltmeister, wenn er vor dem Kanadier ankommt oder der nicht das Ziel erreicht. Als Villeneuve in der 48. Runde überholen will, rempelt Schumacher ihn an, befördert aber nur sich selbst ins Kiesbett. Villeneuve gewinnt, Schumacher wird wegen Unsportlichkeit der Vizetitel aberkannt.

1998: In England überholt Schumacher verbotenerweise unter Gelber Flagge und erhält eine Zeitstrafe. Die wird allerdings erst so spät ausgesprochen, dass der Deutsche erst in der letzten Runde in die Box muss. Dort überfährt er als Sieger die Ziellinie und sitzt erst danach die Strafe ab, weil sein Team so weit hinten in der Boxengasse platziert ist. Trotz Protesten wird Schumachers Sieg offiziell bestätigt.

1999: Schumacher, durch einen Beinbruch Mitte der Saison selbst ohne WM-Chance, verhilft Ferrari-Teamkollegen Eddie Irvine in Malaysia zum Sieg. Anschließend werden die nicht regelkonformen Windabweiser der Ferraris beanstandet. Disqualifikation droht, doch die Verhandlung ergibt nichts dergleichen.

2000: Bei Startmanövern zieht er seinen Wagen mehrmals hart vor die Nase anderer Fahrer. Rufe nach Bestrafung werden laut, aber nicht erhört.

2002: Die letzte Runde des Grand Prix von Österreich entwickelt sich zum Skandal. Rubens Barrichello muss, obwohl er in Führung liegt, auf Anweisung von Ferrari seinen Teamkollegen Michael Schumacher passieren lassen. Fans und Konkurrenten protestieren wegen Wettbewerbsverzerrung. Ohne Erfolg .Christian Hönicke

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