Sport : Sturm neu, Problem alt

1:1 – Dortmund vergibt gegen Mainz viele Chancen

Felix Meininghaus

Dortmund - Für die Macher in Dortmund muss es frustrierend sein, ihren Stürmern bei der Arbeit zuzuschauen. Mit großem finanziellen Aufwand haben sie Personal für ihre Offensivabteilung eingestellt, die Abschlussschwäche hat das Team dennoch in die neue Spielzeit mitgenommen. Mehr als ein 1:1 (0:0) sprang im Heimspiel gegen Mainz 05 nicht heraus, weil auch Dortmunds neue Stürmer wieder einmal eine Vielzahl von Chancen ausließen.

Das vor der Saison runderneuerte Team, das im Vergleich zur Auftaktniederlage bei Bayern München wiederum mit vier neuen Spielern antrat, offenbarte auch im ersten Heimspiel der Saison noch einige Abstimmungsschwierigkeiten. Vor 70 100 Zuschauern rafften sich die Dortmunder erst nach längerer Anlaufzeit zu einer ansehnlichen Vorstellung auf. Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe David Odonkor den ersten verheißungsvollen Angriff des BVB inszenierte, doch verpasste Nelson Valdez die Hereingabe des Sprinters. Auch Alexander Frei wusste zwei klare Möglichkeiten mit dem Kopf und dem Fuß nicht zu nutzen. „Wir haben unglaublich viele Chancen gehabt“, sagte BVB-Trainer Bert van Marwijk und betonte: „Ich habe großes Vertrauen in diese Mannschaft. Valdez und Frei werden ihre Tore machen.“

Aber auch die Mainzer erspielten sich bei ihren Kontern gute Möglichkeiten. So musste Torhüter Roman Weidenfeller zwei beherzte Weitschüsse von Markus Feulner parieren. Auch nach dem Wechsel blieb den Dortmundern der Fluch des Chancentods erhalten: Valdez setzte den Ball an den Pfosten, und als der Mann aus Paraguay in den Winkel traf, stand er im Abseits. Es war kein Zufall, dass ein Abwehrspieler den Bann brach: In der 75. Minute setzte Martin Amedick seine 1,93 Meter Körperlänge ein und köpfte in seinem ersten Bundesligaspiel zur Führung des BVB ein.

Wie viel der 23-Jährige aus Braunschweig noch lernen muss, zeigte sich im Gegenzug, als sich Amedick vom eingewechselten Edu austricksen ließ. „Die Dortmunder hatten die Arme vom Jubeln noch nicht unten, da haben wir zurückgeschlagen“, sagte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp. Danach hätte sein Team die Begegnung sogar noch zu seinen Gunsten entscheiden können. Doch auch so war Klopp zufrieden: „Vier Punkte nach zwei Spielen – für Mainz ist es der beste Saisonstart aller Zeiten.“

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