Stuttgart - Dortmund 1:1 : Stuttgart stoppt Dortmunder Serie

Nach zuletzt vier Siegen in der Bundesliga muss sich Meister Borussia Dortmund mit einem Unentschieden in Stuttgart zufriedengeben - Ulreich rettet dem VfB einen Punkt.

Die beiden serbischen Nationalspieler Neven Subotic (r.) und Zdravko Kuzmanovic (l.) konnten mit der Punkteteilung ganz gut leben.
Die beiden serbischen Nationalspieler Neven Subotic (r.) und Zdravko Kuzmanovic (l.) konnten mit der Punkteteilung ganz gut leben.Foto: rtr

Borussia Dortmund hat sich nach vier Siegen in Folge in der Fußball-Bundesliga beim VfB Stuttgart mit einem 1:1 (1:1) begnügen müssen. Serdar Tasci hatte den VfB in einer vor allem in der ersten Hälfte sehr ansehnlichen Partie vor 60.000 Zuschauern in Führung gebracht (22. Minute), ehe Lukasz Piszczek der Ausgleich (45.) gelang. Somit ist der Rückstand von Meister Dortmund auf Tabellenführer Bayern München trotz bester Siegchancen in der Schlussphase wieder auf fünf Punkte angewachsen.

„Wir sind immer wieder gut ins Spiel gekommen“, sagte der Stuttgarter Torschütze Tasci, „aber Dortmund hat eben eine sehr starke Mannschaft, das haben sie gezeigt.“ VfB-Torhüter Sven Ulreich, der seinem Team mit Glanzparaden vor allem in den letzten Spielminuten das Unentschieden gerettet hatte, betonte die starken Momente der Gastgeber. „Wir haben gesehen, dass wir zeitweise mit dem BVB mithalten können, auch wenn natürlich noch ein Stück fehlt.“ Obwohl das Spiel eine Viertelstunde später begann, weil der Dortmunder Mannschaftsbus auf dem Weg in die Mercedes-Benz-Arena im dichten Verkehr nur langsam vorankam, waren die Dortmunder
schnell im Spiel. Bereits in der dritten Minute hatten die BVB-Anhänger den Torschrei schon angestimmt - doch der Schuss von Robert Lewandowski traf nur den Pfosten. Es verging keine weitere Minute, bis Mario Götze nur knapp das Tor verfehlte.

Dortmund hatte Chancen im Minutentakt. Der VfB wirkte in den Anfangsminuten unkonzentriert und gehemmt. Das änderte sich erst, als Linksverteidiger Cristian Molinaro mit einem Volleyschuss an Roman Weidenfeller scheiterte (8.) und Cacau im Strafraum über den Ball schlug (9).

Die Stuttgarter hatten sich nun in der Abwehr so formiert, dass sie nicht nur gegen die wendigen, technisch starken Dortmunder gut verteidigten, sondern selbst Angriffe initiieren konnten - schnell und schnörkellos kombinierten sie. Doch zum Führungstor bedurfte es eines ruhenden Balles. Nach einer Freistoßflanke von Tamas Hajnal schoss Martin Harnik den Ball volley an den Pfosten, den Abstauber stocherte schließlich VfB-Verteidiger Serdar Tasci, der im Pokalspiel gegen Frankfurt noch wegen einer Knieprellung fehlte, über die Linie (22.). Nationalspieler Cacau hatte dann nur Sekunden später die Riesenchance, auf 2:0 zu erhöhen. Der 30-Jährige köpfte aber unbedrängt neben das Tor.

Und Dortmund? Der Meister hatte in dieser Phase in einem schnellen und intensiven Spiel seine anfängliche Souveränität verloren. Doch ungefährlich waren die Dortmunder Offensivaktionen nicht. Glück hatte der VfB in der 37. Minute, als die Pfeife von Schiedsrichter Manuel Gräfe stumm blieb. Molinaro trat dem heranstürmenden Götze im Strafraum auf den Fuß. Es hätte Elfmeter geben müssen. Der Ausgleich gelang den Gästen dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einem feinen Zuspiel von Götze auf Shinji Kagawa spielte der Japaner den Ball schnell auf Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek weiter. Der Pole hatte keine Mühe den Ball zum 1:1 ins Tor zu
schieben.

Nach dem Seitenwechsel hatten beide Mannschaften Chancen, in Führung zu gehen. Eine große vergab dabei zunächst Kagawa. Der Japaner drang in der 75. Minute mit Tempo in den Strafraum ein, umspielte Verteidiger Maza und stand frei vor Ulreich - doch sein Schuss mit seinem schwächeren rechten Fuß ging über das Tor.

Mit zunehmender Spielzeit nahmen die Torraumszenen allerdings ab. Es dauerte bis zur 81. Minute, ehe der eingewechselte Ibrahima Traore Weidenfeller zu einem tollen Reflex zwang. Auf der Gegenseite scheiterte Marcel Schmelzer an Ulreich (85.). Dortmund drängte in den letzten Minuten mit aller Macht auf den Siegtreffer, Götze und
Subotic hatten jeweils beste Chancen, aber der glänzend agierende Ulreich rettete den Schwaben mit mehreren Glanzparaden den Punkt. (dapd)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben