Stuttgart - Fürth 0:2 : Fürth schafft die nutzlose Überraschung

Ist der Klassenerhalt erst ruiniert... Absteiger Greuther Fürth siegt gegen Stuttgart mit 2:0. "Das war schon Glück, denn in der ersten Hälfte hat der VfB das Spiel total dominiert.", gibt Fürths Trainer Frank Kramer zu.

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Fürths Ilir Azemi (l.) und Mergim Mavraj bejubeln das Tor zum 2:0 durch Azemi.
Fürths Ilir Azemi (l.) und Mergim Mavraj bejubeln das Tor zum 2:0 durch Azemi.Foto: dpa

Viele Stuttgarter Spieler standen lange nach dem Schlusspfiff noch auf dem Rasen, sahen ratlos und restlos bedient aus. Wie weiße Fragezeichen wirkten sie nach dem 0:2 (0:0) vor 48.300 Zuschauern gegen die bereits als Absteiger feststehende SpVgg Greuther Fürth. "Du weißt nach einem solchen Spiel nicht, warum", beschrieb der Stuttgarter Christian Gentner die in Schieflage geratene Stimmung bei den Schwaben.

Nach dem Einzug ins Pokalfinale gegen Bayern München am 1. Juni vor knapp zwei Wochen wollte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia die Spannung "hoch halten" und die restlichen Saisonspiele zur Vorbereitung auf das Endspiel nutzen. Schon vor einer Woche allerdings ging Labbadias Plan beim 0:3 in Augsburg nicht auf, nun kam die peinliche Heimniederlage gegen Fürth dazu.

Nach dem die Stuttgarter die erste Hälfte völlig beherrscht hatten und unzählige Chancen ausließen, gaben sie die Partie mit Testspielcharakter in einer turbulenten Schlussphase noch aus der Hand. Nach dem Eigentor durch Gotoku Sakai (51.) überschlugen sich die Ereignisse. Bevor der Abwehrversuch des Japaners im eigen Tor landete, hatte der VfB Elfmeter gefordert. Edgar Prib foulte ziemlich eindeutig Martin Harnik. Der Pfiff blieb aus.

Den sparte sich Schiedsrichter Guido Winkmann bis zur 75. Minute auf als VfB-Innenverteidiger gegen Felix Klaus nachtrat und dafür die Rote Karte sah. Winkmann verhängte einen Strafstoß. Den schlecht platzierten Schuss von Bernd Nehrig konnte Sven Ulreich mühelos halten. Nikola Djurdjic traf (70.) nur den Pfosten. Ilir Azemi gelang in der 89. Minute noch das 0:2. "Das war schon Glück, denn in der ersten Hälfte hat der VfB das Spiel total dominiert. Wir konnten mit Mühe ein Gegentor verhindern", sagte Fürths Trainer Frank Kramer.

Für den VfB hatte Ibrahima Traore (38.) den Pfosten getroffen. "Wir haben aus unerklärlichen Gründen die Linie verloren und nach der ersten guten Hälfte schlecht Fußball gespielt", sagte Stuttgarts Mittelfeldspieler Christian Gentner. "Die rote Karte halte ich für total übertrieben." Mit der Einschätzung lag Gentner allerdings daneben. Manager Fredi Bobic sah den Moment für kritische Worte gekommen: "Ich sehe beim einen oder anderen Tendenzen, die mir nicht gefallen."

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