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Stuttgart - Gladbach 2:0 : Stuttgarter Generalprobe

14.04.2013 17:20 Uhrvon
Anfang vom Ende: Stuttgarts Martin Harnick (rechts) war nur Zuschauer. Den ersten der beiden Gegentreffer hatten sich die Gladbacher ganz allein zugefügt.Bild vergrößern
Anfang vom Ende: Stuttgarts Martin Harnick (rechts) war nur Zuschauer. Den ersten der beiden Gegentreffer hatten sich die Gladbacher ganz allein zugefügt. - Foto: dpa

Der VfB Stuttgart hat vor dem wichtigen Pokalhalbfinale gegen den SC Freiburg einen verdienten 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach eingefahren - unter mithilfe harmloser Gladbacher.

Lucien Favres Gesten wirkten bald nicht mehr sehr zuversichtlich. Wenn der Gladbacher Trainer an der Seitenlinie der Stuttgarter Arena auftauchte, brach er manche Anweisung mitten in der Bewegung ab. Nachdem spätestens Mitte der zweiten Hälfte klar war, dass seine Mannschaft keine Kraft mehr zur Wende haben würde, verzichtete Favre oft sogar völlig darauf. Dabei hätte es beim 0:2 (0:2) der Gladbacher jede Menge Gelegenheit für Verbesserungsvorschläge gegeben.

Obwohl sich die Gladbacher um ein strukturiertes Aufbauspiel bemühten, erweckten sie nach dem Eigentor von Alvaro Dominguez (28.) und dem traumhaften Treffer von Christian Gentner (34.) nicht den Eindruck, als würden sie sich für einen Platz in einem internationalen Wettbewerb zerreißen.

Vor 53.000 Zuschauern kam Gladbach kaum zu nennenswerten Chancen und zeigte zu wenig Engagement, um die Stuttgarter vor Probleme zu stellen. Der VfB Stuttgart dagegen verdiente sich drei Tage vor dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg am Mittwoch den Sieg redlich.

In der elften Minute hatten die Stuttgarter die erste große Chance als Martin Harnik aus kurzer Distanz zum Kopfball kam. Mönchengladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen allerdings reagierte mit einer spektakulären Rettungstat. Die Stuttgarter büßten ihre Überlegenheit aus der ersten Viertelstunde der lebhaften Partie bald ein. Die Gladbacher konnten mehr Spielanteile erobern und kamen zu ersten Chancen. Der Schuss von Tolga Cigerci (17.) ging nur knapp am Pfosten vorbei.

Die Führung für die Stuttgarter besorgte in der 28. Minute ein Mönchengladbacher. Nach einem Freistoß landete der Ball auf dem Kopf von Gladbachs Verteidiger Alvaro Dominguez. Von dort aus prallte der Ball ins Gladbacher Tor. Ter Stegen und Luuk de Jong machten bei ihren Abwehrversuchen keine glückliche Figur. Die Gladbacher schien durch den Rückstand verunsichert. Nur sechs Minuten später kassierten sie das 0:2. Gentner gelang ein spektakuläres Tor. Von der Seitenlinie des Fünfmeterraumes im Gladbacher Strafraum lupfte der Stuttgarter Kapitän den Ball über den aus seinem Tor heraus eilenden Ter Stegen ins Tor.

Stuttgart dominierte die Partie nun nach Belieben, für eine Weile waren die Gladbacher nicht mehr als ein Sparringspartner. Mit ruhigem Spielaufbau versuchte die Borussia, ihr Spiel zu stabilisieren. Ein Tor hätte dabei sicher auch geholfen, Luuk de Jong aber scheiterte an VfB-Torwart Sven Ulreich (48.). Gladbach blieb trotz mehr Ballbesitzanteilen im Angriff zu harmlos. Weil die Stuttgarter dazu noch die meisten Zweikämpfe gewannen, fiel es den Schwaben nicht eben schwer, ihren Vorsprung zu verteidigen.


Auch bei der schwierigen Suche nach einem neuen Präsidenten, scheint sich beim VfB eine Lösung anzubahnen, die Aussicht auf Erfolg hat. Nach dem Rücktritt des umstrittenen Vereinschefs Gerd Mäuser zum 3. Juni 2013 soll der unter enormen Druck geratene Aufsichtsratschef Dieter Hundt laut "Stuttgarter Zeitung" planen, den ehemaligen Präsidenten und Mäuser-Vorgänger Erwin Staudt zu einer Rückkehr zu bewegen. Staudt soll die schwere Führungskrise des schwäbischen Klubs zumindest als Übergangspräsident lindern helfen.

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