Stuttgart - Hoffenheim 3:1 : Aus der Abstiegszone gerutscht

Die Bilanz der Stuttgarter in der Hinrunde fällt mager aus, doch unter dem neuen Trainer Christian Gross geht der Trend nach oben.

Oliver Trust

Stuttgart - Die neue Euphorie am Neckar ist erstaunlich. Fällt die Bilanz nach der Hinrunde mit 16 Punkten doch recht mager aus. Außerdem war das 3:1 (1:1) über 1899 Hoffenheim erst der zweite Heimsieg der Stuttgarter in dieser Saison – und der dritte Sieg überhaupt. Aber der VfB macht eine andere Rechnung auf, die mit dem neuen Trainer Christian Gross. Der Schweizer gewann nach der Partie in der Champions League (gegen Unirea Urziceni) gegen Hoffenheim sein zweites von drei Spielen. Der Sieg gegen Hoffenheim war aber nicht nur für die persönliche Statistik von Trainer Gross wichtig, sondern auch für das Team. Sie haben die Abstiegsränge erstmal verlassen. Der Trend geht nach oben. „Das war ein schwieriges Spiel, weil wir punkten mussten. 16 Punkte, das ist sehr bescheiden und uns steht extrem viel Arbeit bevor“. sagte Gross. „Mir hat auch der Siegeswille gefallen. Das lässt uns positiv in die Pause gehen.“

Die Stuttgarter hatten die Partie von Beginn an im Griff. Die Folge war das verdiente 1:0 (32.). Allerdings musste zur Führung der Schwaben der Hoffenheimer Verteidiger Andreas Ibertsberger helfen. Der Österreicher stand mit ausgebreiteten Armen im eigenen Strafraum und bekam den Ball an seinen rechten Arm. Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin entschied auf Elfmeter. Den verwandelte der Rumäne Ciprian Marica.

Stuttgarts gesperrter Torwart Jens Lehmann sah von der Tribüne aus den Ausgleich von 1899, das auf Keeper Timo Hildebrand, Demba Ba und Marvin Compper verzichten mussten. Der VfB, so hieß es, habe Lehmann nahe gelegt, trotz seiner Drei-Spiele-Sperre nach seiner roten Karte von Mainz anwesend zu sein. Lehmann befolgte den Befehl, obwohl es arktisch kalt war. Für ihn stand Sven Ulreich im Tor. Der machte seine Sache gut, hatte aber in der 44. Minute gegen Maicosuel keine Chance. Der Hoffenheimer hämmerte aus 20 Metern einen Freistoß unhaltbar ins Tor. Eine Minute später war er gegen Maicosuel erfolgreicher – dessen Schuss wurde von Tasci abgefälscht, aber Ulreich parierte.

Die Stuttgarter kamen auf dem schneebedeckten Rasen besser zu Recht. Das zeigte sich auch in der 52.Minute als Luiz Gustavo Sami Khedira von hinten foulte und, da bereits mit Gelb belastet, Gelb-Rot sah. Der VfB nutzte die Überzahl. Pogrebnjak ließ dem eingewechselten Cacau den Ball „liegen“. Der Nationalspieler schoss zur 2:1 Führung ein. Khedira schloss acht Minuten vor Schluss einen Konter zum verdienten 3:1 ab.

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