Sport : Stuttgart - Köln: Rückschlag für Felix Magath

Der VfB Stuttgart hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag erlitten. Die Schwaben verloren 0:3 (0:2) gegen den 1. FC Köln und kassierten im fünften Spiel unter Trainer Felix Magath die erste Niederlage. Christian Springer in der 3. Minute, Markus Kreuz (23.) und Miroslaw Baranek (77.) trafen für die clever agierenden Kölner, die als Aufsteiger nun 40 Punkte auf ihrem Konto haben und damit ihre Saisonziele endgültig nach oben korregieren können. Vor 35 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion agierte Stuttgart im Angriff zu harmlos und kam somit dem zweiten Abstieg aus dem Oberhaus seit 1975 ein gutes Stück näher.

Trainer Magath wartete mit einer taktischen Überraschung auf, indem er Pablo Thiam aus dem defensiven Mittelfeld auf die Liberoposition beorderte. Die Rheinländer mussten ohne die gesperrten Dirk Lottner, Moses Sichone und Darko Pivaljevic auskommen. Zudem fiel Archil Arweladse mit Magen-Darm-Grippe aus. Bundesliga aktuell:
Ergebnisse und Tabelle Tipp-Spiel Bereits nach drei Minuten wurden die Gastgeber kalt erwischt. Markus Kreuz zirkelte einen Freistoß aus halbrechter Position auf den kurzen Pfosten, aus dem Gewühl staubte Christian Springer zur Kölner Führung ab. Der VfB zeigte sich durch den frühen Rückstand nicht geschockt: Krassimir Balakaw traf mit einem Freistoß aus 25 m die Unterkante der Latte (8.), Viorel Ganea verpasste den abprallenden Ball. Ein Ballverlust von Thiam im Mittelfeld führte in der 23. Minute zum 0:2. Matthias Scherz passte auf Kreuz, der schob den Ball aus 10 m ein.

Nicht nur in dieser Situation offenbarte der VfB Defizite im Defensivverhalten. Zwischen Abwehr und Mittelfeld klafften bei den Schwaben große Löcher. Trotzdem kamen die Stuttgarter zu weiteren Chancen. Zvonimir Soldos Kopfball nach einer Balakow-Ecke (27.) ging nur knapp über das Tor, Ganea (33./36.) vergab gleich zwei Mal den möglichen Anschlusstreffer. Kurz vor der Pause scheiterte Kölns Miroslaw Baranek mit einem Kopfball nur knapp an Torwart Hildebrand.

VfB-Trainer Magath reagierte und brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit in Krisztian Listzes (für Kristijan Djordjevic) und Ahmed Hosny (für Ganea) zwei neue Spieler. Zwar spielte der VfB weiter bemüht, ließ jedoch im Angriff die notwendige Durchschlagskraft vermissen. Möglichkeiten ergaben sich meist nur aus Standardsituationen, so bei Kopfbällen von Jens Todt nach Balakow-Freistößen (57./58.).

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