Stuttgart - Leverkusen 0:2 : Bei Lehmann hoppelt’s

Nach dem 3:1-Sieg zum Saisonauftakt in Mönchengladbach sollte für den VfB Stuttgart am Samstag der erste Heimsieg folgen. Doch nicht nur der neue Torwart Jens Lehmann wirkte gegen Leverkusen unsicher.

Fußball - VfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen 0:2 Foto: dpa
Fehlgriff Jens Lehmann machte eine unglückliche Figur.Foto: dpa

Die Premiere war verdorben. Für den VfB Stuttgart und vor allem auch für den neuen Torwart Jens Lehmann. 0:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen – das hatten sich die Schwaben anders vorgestellt – erst recht nach dem 3:1-Sieg in Mönchengladbach. Doch dem Sieg zum Bundesligaauftakt folgte gestern wenig Ansehnliches. „Ich war überrascht, dass wir nicht ruhig am Ball waren und keine Sicherheit hatten“, sagte VfB-Trainer Armin Veh. „Aber man muss auch sagen, dass es ein Spiel gegen einen guten Gegner war.“ Sein Leverkusener Kollegen freute sich vor allem über die Steigerung seines Teams nach dem missglückten Auftakt. „Gut Fußball gespielt haben wir auch schon letzte Woche“, sagte Bruno Labbadia. „Aber heute waren wir etwas konsequenter bei der Chancenauswertung und auch im Defensiverhalten.“

Von der ersten Minute an war den Gästen vom Rhein anzumerken, dass sie nach der 2:3-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund unbedingt einen Fehlstart vermeiden wollten. In derselben Anfangsformation wie gegen Dortmund erspielte sich die Bayer-Elf gleich in den Anfangsminuten gute Torgelegenheiten. Doch VfB-Keeper Jens Lehmann, der bei seinem ersten Bundesliga-Auftritt in Stuttgart schon beim Warmlaufen begeistert von den Fans bejubelt wurde, bewies gegen Leverkusens brasilianischen Neuzugang Renato Augusto ebenso starke Reflexe, wie bei einem Schuss des agilen Helmes. Nach der folgenden Ecke musste dann Linksverteidiger Arthur Boka einen Kopfball von Henrique für Lehmann von der Torlinie klären.

"Wenn der Ball normal aufgesprungen wäre, hätte ich ihn gehalten"

Die Schwaben fanden kaum zu ihrem Spiel. Zwar war Kapitän Thomas Hitzlsperger nach Zuspiel von Marica einmal alleine vor Benedikt Fernandez aufgetaucht, doch der Vertreter des verletzten René Adler klärte die Situation sicher. Ansonsten brachten die Stuttgarter gegen früh störende Leverkusener nur selten Spielfluss zustande. Nach gut einer halben Stunde wurden die Gäste dann für ihren Aufwand belohnt: Die Stuttgarter Defensive bekam nach einer unübersichtlichen Situation den Ball nicht aus der Gefahrenzone, als Patrick Helmes die Verwirrung nutzte und den dabei unglücklich aussehenden Lehmann überwand. Der sprach hinterher von schwierigen Platzverhältnissen: „Wenn der Ball normal aufgesprungen wäre, hätte ich ihn gehalten.“

Nach dem Wechsel bemühte sich der VfB um mehr Druck. Schon nach wenigen Minuten hatte erneut Gomez eine Riesengelegenheit, doch nach einem schönen Flankenwechsel von Hitzlsperger spitzelte der 23-Jährige den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Doch schon kurz darauf verpasste Helmes mit einem strammen Schuss nur knapp die Vorentscheidung. Besser machte es der erst zuvor für Helmes gekommene Theofanis Gekas, der den Ball nach Vorarbeit von Gonzalo Castro aus zehn Metern zum 2:0 für Bayer in den Torwinkel drosch. Lehmann war diesmal machtlos. Dennoch, das Stuttgarter Heimdebüt des ehemaligen Nationaltorwarts war gründlich verdorben. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben