Stuttgart - Nürnberg 1:0 : Cacau lässt Stuttgart klettern

Nationalspieler Cacau hat dem VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf einen Europapokalplatz beschert. Die Stuttgarter gewannen am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg vor 55 800 Zuschauern durch das fünfte Saisontor des 30 Jahre alten Stürmers mit 1:0 (0:0).

Enges Spiel. Stuttgarts Boka (l.) im Zweikampf mit Nürnbergs Chandler.
Enges Spiel. Stuttgarts Boka (l.) im Zweikampf mit Nürnbergs Chandler.Foto: dpa

Mit dem 1:0-Sieg über den 1. FC Nürnberg überholte der VfB Stuttgart in der Tabelle nach dem vierten Spiel ohne Niederlage den Tabellensiebten Hannover. Nürnberg muss sich dagegen nach der dritten Niederlage in Folge wieder mit dem Abstiegskampf beschäftigen.

Die personellen Umstellungen, die Bruno Labbadia nach den Ausfällen von Shinji Okazaki, Khalid Boulahrouz und Vedad Ibisevic (Gelbsperre) vornehmen musste, waren dem VfB anzumerken. Während Julian Schieber für Okazaki als linker Außenstürmer spielte, stand Nationalspieler Cacau erstmals nach sechs Spielen auf der Bank wieder in der Startformation und versuchte sich als einzige Spitze, eine Rolle, die ihm nicht liegt.

Nach vorne gelang es dem VfB daher auch nicht, die Nürnberger in Verlegenheit zu bringen. Vielmehr waren es die Gäste, die gefährlich vor dem Tor von Sven Ulreich auftauchen – und das sogar mehrmals. Vor allem über die linke Abwehrseite, wo Arthur Boka verteidigte, hatten die Stuttgarter immer wieder große Schwierigkeiten. Der vom VfB umworbene Timothy Chandler rannte dem Mann von der Elfenbeinküste ein ums andere Mal davon. Bereits nach sechs Minuten hätte Nürnberg aus diesem Grund in Führung gehen können, ja müssen.

Nach einem schönen Zuspiel des US-Amerikaners Chandler traf Adam Hlousek völlig freistehend nur die Latte. Nur eine Minute später hatte dann der aufgerückte Markus Feulner eine weitere Riesenchance zum 1:0. Doch sein Heber über Ulreich hinweg köpfte der Ex-Nürnberger Schieber von der Linie.

Und Stuttgart? Der seltsam gehemmt wirkende VfB hatte in der ersten Hälfte nur eine Möglichkeit, die man so etwas wie eine Torchance nennen konnte. Harniks Schuss nach feiner Vorarbeit von Cacau ging aber am langen Pfosten vorbei (38.). Dafür hatte Nürnberg eine weitere Möglichkeit von bester Qualität, der Kopfball von Verteidiger Philipp Wollscheid flog aber neben das Tor.

Nach dem Seitenwechsel korrigierte Labbadia seine Aufstellung und schickte Schieber anstellte von Cacau in die Spitze, der gebürtige Brasilianer kam nun über den linken Flügel. Und die Umstellung machte sich sofort bezahlt. Schieber legte in der 50. Minute mit einem Kopfball im Zentrum auf Harnik ab, doch der österreichische Nationalspieler schoss wiederum daneben.

Glück hatte der VfB nach einer Stunde, als Innenverteidiger Georg Niedermeier im eigenen Strafraum ungestüm gegen Alexander Esswein klärte. Über den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Dingert hätte sich kein Stuttgarter beschweren dürfen, weil Niedermeier Ball und Knöchel traf. Es war die letzte nennenswerte Aktion der Nürnberg im VfB-Strafraum. Stattdessen fanden die Stuttgarter in der 78. Minute endlich die spielentscheidende Lücke im Defensivverbund der Nürnberger. Tamas Hanjal spielte Cacau herrlich frei, der keine Mühe hatte, Raphael Schäfer zu überwinden. Es war das erste Tor des Angreifers in der Rückrunde. (dapd)

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