Stuttgart : Rad-WM hinterlässt bis zu einer Million Verlust

Die Straßenrad-Weltmeisterschaft in Stuttgart hat für die Stadt ein bitteres Nachspiel. Es droht ein Defizit von bis zu einer Million Euro. Der Bund Deutscher Radfahrer hat die Stadt zudem angemahnt.

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Stuttgarts Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann -Foto: AFP

StuttgartDie Veranstaltung wird der Stadt neben dem Image als schlechter Gastgeber auch ein Defizit zwischen 700.000 und einer Million Euro hinterlassen. "Ich tue mich schwer, dass dies ausschließlich durch den Steuerzahler gedeckt wird", sagte Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann den "Stuttgarter Nachrichten". Die genaue Abrechnung steht noch aus.

BDR mahnt Stuttgart wegen nicht gezahlter Zuschüsse an

Vertraglich vereinbarte Zuschüsse an den Weltverband UCI von 600.000 Euro und an den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) von 75.000 Euro wurden bislang nicht ausgezahlt. Der BDR hat den Betrag bereits angemahnt. Auf der anderen Seite hat das Bundesinnenministerium den geplanten Zuschuss von 150.000 Euro noch nicht freigegeben.

Auch die mit der WM-Vermarktung beauftragte Schweizer Agentur Infront hat laut Eisenmann von den zugesagten 1,5 Millionen Euro erst 400.000 Euro überwiesen. "Unser Ziel ist es, dass wir mit allen Partnern zu einer einvernehmlichen Lösung kommen und den Gang vor Gericht vermeiden", erklärte die CDU-Politikerin. Die Stadt Stuttgart hatte im WM-Etat einen Zuschuss von 2,3 Millionen Euro eingeplant, der nun aber wohl nicht ausreichen wird. (mit sid)

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