Stuttgart : Veh fühlt sich von Medien gegängelt

Stuttgarts Trainer Armin Veh fühlt sich von den Medien in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Für ihn sei es immer schwieriger geworden, nach Leistung aufzustellen - und nicht aufgrund von politischen Gründen.

Nürnberg - Trainer Armin Veh von Bundesligist VfB Stuttgart kritisiert die Medien für ihre Berichterstattung in den vergangenen Wochen. "Wir haben eine charakterlich gute Truppe. Das gilt auch für Spieler, die im Augenblick nicht zum Zug kommen. Dennoch ist es nicht wegzudiskutieren, dass Teile der Medien immer wieder versuchen, über namhafte Spieler Unruhe zu stiften", sagte der 45-Jährige dem "Kicker". Probleme durch die unter anderem genannten Routiniers Markus Babbel und Jon Dahl Tomasson, die sich momentan mit der Reservistenrolle abfinden müssen, befürchtet Veh deshalb nicht.

Gleichzeitig machte der 45-Jährige aber auch deutlich, dass derlei Thematisierung durch die Medien Einfluss auf die Arbeit der Übungsleiter nehmen kann. "Für die Trainer wird es immer schwieriger, ausschließlich nach Leistung aufzustellen", sagte er. Veh selbst musste in der vergangenen Spielzeit entsprechend handeln. "Letzte Saison musste ich manchmal politisch denken und entscheiden." Man sei in einer kritischen Situation gewesen und hätte durch Unruhe unten reinrutschen können, blickte er zurück. Mit Beginn der laufenden Spielzeit ist dieses Thema für Veh allerdings Geschichte. "Mit Beginn dieser Saison war es für mich vorbei mit politischem Denken. Politische Entscheidungen sind meistens falsch." (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar