Sport : Südafrika sucht den Superstar

Esther Kogelboom

Fußball ist Popkultur, das weiß jeder. Auch Kevin Wall, einer der wichtigsten Konzertveranstalter der Welt. Er will zum Anpfiff der Fußball-WM 2010 ein rauschendes Konzert in Soweto auf die Beine stellen. Im Gespräch dafür sind Superstars wie die Black Eyed Peas und Beyoncé. Wall kennt sich aus: Er hat mehr als 300 Events dieser Größenordnung ausgerichtet, darunter das „Live Aid“-Konzert 1985 und das „Live 8“-Konzert 2005. Die Südafrikaner wird’s freuen – sie bekommen selten Besuch von internationalen Stars.

Viele Künstler hielten sich bis zum Ende der Apartheid 1994 an den Auftrittsboykott, darunter Bob Dylan, Pete Townshend, David Ruffin und Bruce Springsteen. Andere suchten ihren Erfolg trotz des unmenschlichen Systems am südlichen Zipfel Afrikas: wie Elton John, Frank Sinatra, Cliff Richards, Cher, Rod Steward und, nun ja, Heino („Schwarzbraun ist die Haselnuss“). Rod Stewart wird dafür heute von den weißen Südafrikanern vergöttert.

Noch heute meiden internationale Stars das Land am Rand: zu weit weg, zu kleiner Markt, zu teuer. Noch eine Sache, die eine Fußball-WM in Südafrika zum Guten wenden könnte.

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