Sport : Südafrikas Staffel mit Weltrekord

Frank Bachner

Athen - Lydon Ferns stand auf dem Startblock und schlug sich mit der Faust auf die nackte Brust wie Johnny Weissmüller als Tarzan. Diese Geste musste jetzt sein. Immerhin hatte Südafrikas 4x100-m-Freistil-Staffel gerade zum ersten Mal in der Geschichte die Goldmedaille bei Olympia geholt. Und vor allem: Das Quartett, mit Ferns als zweitem Schwimmer, verbesserte den Weltrekord auf 3:13,17 Minuten. Nach 3:17,18 Minuten schlug die deutsche Staffel an. Achter Platz, mehr war nicht drin. „Wir wollten in die Nähe des deutschen Rekords schwimmen“, sagte Chef-Bundestrainer Ralf Beckmann. Der Rekord steht bei 3:15,98 Minuten. Schlussschwimmer Stefan Herbst sagte: „Wir hatten geringe Chancen auf eine Medaille.“ Aber dafür startete Jens Schreiber mit 49,88 Sekunden zu langsam, blieb der dritte Schwimmer Torsten Spanneberg mit 49,24 Sekunden zu weit über seinen Möglichkeiten. Sarah Poewe dagegen verbesserte im Halbfinale über 100 m Brust ihren eigenen deutschen Rekord auf 1:07,48 Minuten. Heute im Finale „ist bei ihr von einer Medaille bis Platz sechs alles drin“, sagt Beckmann.

Nach einem packenden Zweikampf mit Weltrekordler Brendan Hansen (USA/1:00,25) sicherte sich der Japaner Kosuke Kitajima in 1:00,08 Minuten Gold über 100 m Brust. Über 100 m Schmetterling holte die Weltrekordlerin Inge de Bruijn mit 57,99 Sekunden überraschend nur Bronze. Gold gewann Petria Thomas (Australien), Silber sicherte sich die Polin Otylia Jedrzejczak (57,84).

Direkt nebeneinander kämpften die Superstars Ian Thorpe (Australien) und Michael Phelps (USA) in ihrem Halbfinal-Rennen über 200 m Freistil. Am Ende setzte sich Thorpe mit 1:46,65 Minuten durch. Das Finale heute Abend mit Thorpe, Phelps und dem niederländischen Olympiasieger von 2000 über diese Strecke, Pieter van den Hoogenband, wird einer der Höhepunkte der Schwimmwettbewerbe.

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