Sport : Supercup: Barca siegt, Real schimpft

Barcelona – Die entspannte Einstellung hat er schon von seinem Vorgänger. „Ganz ehrlich, ich bin nicht überrascht, dass er so etwas sagt“, sprach Barcelonas Trainer Tito Vilanova nach dem Supercup-Hinspiel gegen Real Madrid in Richtung Jose Mourinho. Der Portugiese hatte den Sündenbock für die 2:3-Niederlage seiner Meister-Elf gegen den Pokalsieger in alter Gewohnheit nicht bei sich oder seinen Spielern gesucht – sondern beim Schiedsrichtergespann. Eine Abseitsposition vor dem 1:1-Ausgleich hatte Mourinho gesehen und damit einmal mehr wilde Verschwörungstheorien gegen seinen Klub entwickelt. Dass sein Team auch nach dem Abgang von Barca-Trainer Pep Guardiola chancenlos gegen die Katalanen war, wollte er wie so oft nicht sehen.

Es lag an Barcas Torwart Victor Valdes, dass sich das Ergebnis am Ende knapp liest. In den Schlussminuten ließ er sich auf einen überflüssigen Zweikampf mit Angel Di María am eigenen Fünfmeterraum ein – und verlor ihn. Zuvor hatten Pedro, Messi per Foulelfmeter und Xavi einen verdienten Zwei-Tore-Vorsprung für Barcelona herausgespielt.

Real hingegen trug nichts zu einem unterhaltsamem Fußballspiel bei: In den ersten 45 Minuten beschränkte sich der Meister auf Defensivarbeit. Als sie nach dem Wechsel die Taktik ein wenig änderten und mitspielen wollten, gingen sie unter. Einzig ein Kopfballtor von Cristiano Ronaldo nach einem Eckball von Mesut Özil führte zum Erfolg. Ebenso wie Sami Khedira zeigte Özil einen ansonsten desolaten Auftritt: Kaum eine Aktion glückte.

Das Rückspiel steigt am kommenden Mittwoch in der spanischen Hauptstadt. Ob Real und Trainer Mourinho bis dahin etwas einfällt? Dass Barcelona einen Titel im Bernabeu-Stadion feiert, ist schließlich die schlimmste aller Vorstellungen bei Real Madrid. dapd

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