Supercup : Deutschland stürmt ins Halbfinale

Mit einer beherzten Vorstellung gegen Serbien ist Weltmeister Deutschland ins Halbfinale des Supercups gestürmt. Damit ist die Neuauflage des WM-Finales gegen Polen perfekt.

Martin Kloth[dpa]
Supercup
Wachsame Abwehr. Deutschland gab sich gegen Serbien keine Blöße. -Foto: dpa

Halle/WestfalenZwei Tage nach der 35:38-Auftaktniederlage gegen Russland feierte der Gastgeber in Halle/Westfalen dank einer starken Abwehrleistung gegen Serbien eine 41:30 (22:16)-Gala. Im Kampf um den Finaleinzug kommt es damit an diesem Samstag (14:15 Uhr/ZDF live) an gleicher Stelle zum erneuten Duell mit dem WM-Zweiten Polen. Bundestrainer Heiner Brand: "Das war schon ganz okay. Aber wir wollen das nicht überbewerten."

Vor 7600 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion war Kreisläufer Andrej Klimowets (7) von den Rhein-Neckar Löwen der erfolgreichste Torschütze in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Für die Serben, die das Spiel um Platz fünf bestreiten, warf Mladen Bojinovic (6/1) die meisten Tore.

Ein besonderes Spiel war die dritte Begegnung mit Serbien und dem dritten Sieg für Frank von Behren. Der Rückraumspieler von der SG Flensburg-Handewitt feierte nach gut 13 Monaten sein Comeback in der Nationalmannschaft. Wegen eines Kreuzbandrisses und eines Daumenbruches hatte der 31-jährige Abwehrspezialist sein zuvor letztes Länderspiel am 24. September vorigen Jahres gegen Polen bestritten. "Frank habe ich eingeladen, damit er wieder in den Kreis der Nationalmannschaft zurück kommt", sagte Bundestrainer Brand. Er attestierte dem früheren Auswahl-Kapitän aber noch fehlende Wettkampfpraxis. "Wir müssen sehen, ob er uns in der Form schon helfen kann."

Demonstration der Stärke

Ganz verzichten musste der Bundestrainer auf Oleg Velyky. Der Rückraumspieler von den Rhein-Neckar Löwen laboriert an einer Rippenprellung, die er sich bei der 35:38-Auftaktniederlage gegen Russland zugezogen hatte. Davon unbeirrt demonstrierte die deutsche Mannschaft die im ersten Supercup-Spiel vermisste Stärke. Vor allem durch die immense Steigerung in der Abwehr, die wesentlich beweglicher und aufmerksamer agierte als zuletzt, strahlte der Gastgeber Sicherheit aus. Zwar brauchte der Weltmeister eine Viertelstunde Anlaufzeit. Doch danach zog das DHB-Team konsequent sein flüssiges Spiel auf. Von 9:9 (14.) enteilte der Gastgeber auf 13:9 (19.) und 19:13 (25.). Die Serben wirkten weniger dynamisch als bei ihrem 36:36-Kraftakt am Vortag gegen Russland und leisteten bis zum 22:16 zur Pause vornehmlich mit Einzelaktionen Widerstand.

Im zweiten Durchgang spielte die deutsche Mannschaft dann wie entfesselt. Mit sicherer Deckungsarbeit, gefährlichen Tempogegenstößen und gelungenen Kombinationen spielte sie die Gäste müde und raubte dem Gegner die Motivation. Durch fünf Treffer hintereinander sorgte der Weltmeister beim 30:18 (43.) für die Vorentscheidung und blieb auch danach konsequent im Verwerten der Torchancen. (mit dpa)

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