Sport : Suspendierungs-Stop beantragt - bisher keine entlastenden Fakten

Einen Tag nach der Anhörung des unter Dopingverdacht stehenden Langstreckenläufers Dieter Baumann durch den Rechtsausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wurde bekannt, dass der Olympiasieger von 1992 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung an das Gremium gestellt hat. "Er begehrt darin die vorläufige Aufhebung der Suspendierung bis zur endgültigen Sachentscheidung", teilte der Pressesprecher des DLV, Stefan Volknant, mit. Über diesen Antrag werde der Rechtsausschuss voraussichtlich noch vor dem 28. Februar 2000 entscheiden. Das DLV-Präsidium hatte nach zwei positiven Dopingproben Baumanns eine zweijährige Sperre beim Rechtsausschuss beantragt.

Bis zum 28. Februar können zudem beide Seiten - der DLV und Baumann - beim Rechtsausschuss die bisher gestellten Beweisanträge ergänzen. Nach diesem Datum wird der Ausschuss über das weitere Verfahren entscheiden. Zum Inhalt der bisher vorliegenden Beweisanträge wollte sich der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Wolfgang Schoeppe, nicht äußern. Es ist denkbar, dass das Gremium, ähnlich wie im Fall Uta Pippig, weitere Gutachten bestellt. Bei der Läuferin dauerte es bis zum Urteilsspruch rund ein dreiviertel Jahr. Allerdings sagte Wolfgang Schoeppe gegenüber dem Sportinformationsdienst, man sei bemüht, "das Verfahren zügig durchzuziehen". Währenddessen erklärte der in der "Zahnpasta-Affäre" ermittelnde Oberstaatsanwalt Hans Ellinger, es gebe nach wie vor keine entlastenden Fakten für Baumann.

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