Sport : SV Babelsberg - Hertha BSC: Ein Polster für die kalte Jahreszeit

Andre Görke

Sonderlich verärgert schien Babelsbergs Trainer Hermann Andreew nicht gerade, als er im muffigen Pressekonferenzraum saß und über die 1:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen Hertha BSC plauderte. Ein paar Chancen habe seine Mannschaft schon gehabt, meinte Andreew. Mehr sei nicht nicht drin gewesen. "Der Sieg von Hertha geht in Ordnung." Andreew lehnte sich zurück und lächelte in die verschwitzte Runde.

Sie tat nicht wirklich weh, die Pokal-Niederlage gegen Hertha BSC. Babelsberg hatte erneut einen großen Klub geärgert. Schon der Zweitligaaufstieg war überraschend. Dann gewannen die Potsdamer auch noch ihre ersten beiden Spiele gegen die Aufstiegskandidaten Bielefeld und Duisburg. Vor einer Woche kam noch der Sieg über den 1. FC Union hinzu. Und am Sonnabend scheiterte Hertha fast an Babelsberg. "Riesige Babelszwerge" schreiben die Boulevard-Zeitungen inzwischen. Babelsbergs Präsident Detlef Kaminski ist glücklich mit diesem Image. Ein bundesweit bekannter Markenname sei dies. "Das hat sich in den Köpfen festgesetzt, auch bei den Gegnern. Wir werden nicht richtig ernst genommen."

Das hatte gegen die großen Vereine seine Vorteile. Mit den Erfolgen kamen die Zuschauer. Das Heimspiel gegen Union hat rund 230 000 Mark gebracht, das Spiel gegen Hertha etwa 150 000. Die Einnahmen aus dem DFB-Pokal werden geteilt. Die ersten Wochen haben ein attraktives Image gebracht. Die Zweite Liga aber, die beginnt erst jetzt. In den nächste Wochen kommen Unterhaching, Mainz und Oberhausen. Keine Kassenknüller. Aber Babelsberg hat sich in den ersten Wochen der neuen Saison ein Punkt- und Finanzpolster für die kalte Jahreszeit angelegt. Trotzdem wird es keine Neuverpflichtungen geben. Nur eines: Im Herbst sollen Flutlichtmasten errichtet werden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben