Sven Felski, Eisbären-Stürmer : "Ein Sieg unseres Charakters"

Stürmer Sven Felski über den Erfolg seines Teams, Erfolgsdruck und Charakterstärke.

Sven Felski Eisbären
Sven Felski. -Foto: ddp

Sven Felski, Glückwunsch zur erneuten Meisterschaft. Was hat gegen die Düsseldorfer EG den Ausschlag zum 3:1-Sieg der Eisbären in der Best-of-five-Serie gegeben?



Es war wichtig, dass wir gerade im letzten Spiel unser offensives Eishockey durchgezogen und uns nicht von der Philosophie des Gegners haben beeindrucken lassen. Jede noch so kleine Nachlässigkeit hätte die DEG bestraft. Aber es hat zum Glück gereicht.

Sehen Sie einen Unterschied zum Erfolg des vergangenen Jahres?

Schon im Halbfinale haben wir uns gegen ein körperlich und mental wahnsinnig starkes Team wie Mannheim durchgesetzt. Das hat uns einen großen Schub gegeben. Im Finale gegen die Düsseldorfer war es ähnlich – die waren verdammt schnell und spielstark. Vor allem im Überzahlspiel und bei ihren Kontern hat man gesehen, dass sie völlig zurecht im Finale standen.

Welche Bedeutung hat der nun schon vierte Meistertitel für Sie?

Ich habe zwölf Jahre warten müssen, um mit dem Klub überhaupt oben zu stehen. Für diesen Erfolg haben wir jahrelang gekämpft – umso schöner ist es, das jetzt auszukosten. Mittlerweile sind wir eine anerkannte Größe in Deutschland.

Anders als im Vorjahr sind Sie auch als klarer Favorit in die Saison gestartet...

...ja, alle sehen in uns die Übermannschaft der Liga. Das hat es für uns nicht unbedingt einfacher gemacht, weil der Druck von außen mit jedem Jahr und jedem Titel natürlich größer wird.

Trotzdem haben Sie es geschafft, diesem Druck standzuhalten. Worin sehen Sie die Gründe für die Konstanz der Eisbären?

Wir haben eine Truppe, die seit langer Zeit zusammenspielt und sich nur punktuell verstärkt. Von dieser Erfahrung profitieren wir. Am meisten beeindruckt mich aber unsere Charakterstärke. Alle sind unglaublich erfolgshungrig. Und wenn rauskommt, mit wie vielen Verletzungen wir diese Finalserie bestritten haben, wird der Titel noch unglaublicher.

Das Gespräch führte Katrin Schulze.

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