Sport : Sven Kretschmer: Vom Scout zum Kotrainer

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Berlin - Am 31. März 2007 ist Sven Kretschmer wieder da. In der 60. Minute des Regionalliga-Spiels zwischen Hertha BSC II und dem VfL Osnabrück wird er von seinem Trainer eingewechselt. Sein Trainer, das ist an diesem Samstag Karsten Heine. Seit gestern ist Kretschmer selbst Trainer, allerdings ist sein Vorgesetzter noch immer Heine. Seit gestern ist Heine Cheftrainer, und Kretschmer hat er sich als Kotrainer ausgewählt.

Gestern durfte Kretschmer sogar die erste Trainingseinheit des neuen Gespanns leiten. Beinahe auf die Minute pünktlich geht es los, um 10.01 Uhr. Kretschmer gilt als akribisch, er arbeitet genau. Bei Hertha war der 36-Jährige zuletzt fest angestellter Scout, mit dem Flugzeug jettete Kretschmer um die ganze Welt. „Leider sieht man meistens nur die Stadien, Flughäfen und die Hotels der Städte“, hat Kretschmer einmal gesagt. Der neue Job ist ein Aufstieg für ihn. „Sven weiß sich durchzusetzen. Er lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Das war früher auf dem Feld so, und das ist heute noch genauso“, sagt Karsten Heine über ihn. Die Wahl ist Heine deshalb leicht gefallen.

Kretschmer hat sogar schon für Hertha in der Bundesliga gespielt. 22 Einsätze und sechs Tore stehen in seiner Statistik. In der Zweiten Bundesliga brachte es Kretschmer auf 96 Einsätze, er spielte für Hertha BSC und Eintracht Braunschweig. „Er ist ein ausgewiesener Fußball-Fachmann. Er lebt Fußball mit jeder Faser“, sagt Manager Dieter Hoeneß über Sven Kretschmer. ist

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