Sport : Sylvain Calzati gewinnt die achte Etappe

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Lorient - Bei der vorerst letzten Chance hat es endlich geklappt. Der Franzose Sylvain Calzati riss die Arme in die Höhe, als er nach 181 Kilometern mit mehr als zwei Minuten Vorsprung vor dem Hauptfeld alleine über die Ziellinie der achten Etappe der Tour de France in Lorient fuhr. Sieben Mal haben in der letzten Woche Ausreißer versucht, dem Hauptfeld früh zu entkommen und ihren Vorsprung ins Ziel zu retten. Vergeblich. Bis auf den T-Mobile-Fahrer Matthias Kessler, der bei seinem Sieg auf der dritten Etappe allerdings erst wenige Kilometer vor dem Ziel antrat, hatte es noch kein Ausreißer ins Ziel geschafft.

Kessler war auch gestern in einer Fluchtgruppe, die sich 50 Kilometer nach dem Start in Saint-Méen-le-Grand vom Feld absetzte. Die sechs Fahrer arbeiteten sich bei der windigen Etappe zeitweise mehr als sieben Minuten Vorsprung heraus, im Feld organisierte lediglich das Phonak-Team des Gesamtzweiten Floyd Landis aus den USA die Verfolgung. Die anderen Mannschaften beobachteten sich gegenseitig. Auch das T-Mobile-Team, für das seit seinem Sieg im Zeitfahren am Vortag der Ukrainer Sergej Gontschar das Gelbe Trikot trägt, hielt sich zurück, zumal Kessler in der Ausreißergruppe war.

Die fiel nach und nach aber auseinander. Schließlich konnte sich Calzati entscheidend absetzen, einzig der Finne Kjell Carlström und Patrice Halgand aus Frankreich konnten ihm noch einigermaßen folgen. Sie kamen hinter Calzati, aber noch vor dem Feld als Zweiter und Dritter ins Ziel. Da die drei Fahrer im Gesamtklassement weit zurücklagen, änderte sich im Gesamtklassement kaum etwas, Gontschar führt weiter vor Landis und dem Australier Michael Rogers. Auch in den anderen Trikotwertungen bleibt alles beim alten. Der Australier Robbie McEwen behält das Grüne Trikot des besten Sprinters, der Franzose Jérome Pineau führt weiter die Bergwertung an und Markus Fothen vom Team Gerolsteiner trägt das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

Heute dürfen sich die Profis vom Stress der ersten Tourwoche auf und neben dem Rad ausruhen. Ab Dienstag ist dann die Zeit für die Sprinter und Ausreißer erst einmal vorbei, weil die ersten beiden große Berge in den Pyrenäen auf dem Programm stehen. Tsp

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