Sport : Tag der Ernüchterung Rittner und Müller

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Hamburg/München (dpa). Nur vier Tage hielt das Hochgefühl der deutschen Tennisdamen an, die im Fedcup mit einem 3:2 gegen Russland überrascht hatten. Nun macht sich Ernüchterung breit. Als letzte Spielerinnen aus dem siegreichen Team von Dresden schieden beim Hamburger Turnier am Rothenbaum im Achtelfinale Barbara Rittner und Martina Müller aus. Sie folgten Marlene Weingärtner, die schon zum Auftakt des mit 585 000 Dollar dotierten Sandplatz-Turniers ausgeschieden war. Alle drei sind beim Turnier von Rot-Weiß in Berlin dabei.

Müller musste sich in einem Tiebreak-Krimi mit 4:6, 6:2, 6:7 (4:7) Arantxa Sanchez-Vicario aus Spanien beugen. Für Rittner war gegen Kim Clijsters beim Stand von 3:6, 1:2 wegen einer Oberschenkelzerrung das Turnier zu Ende. Dennoch durfte Bundestrainer Markus Schur zufrieden sein. „Es hat sich gezeigt, dass wir eine ordentliche Breite haben; nur eine absolute Topspielerin fehlt uns.“ Gestärkt durch den Fedcup-Sieg trumpfte die 19-jährige Martina Müller im Vergleich der Generationen gegen die elf Jahre ältere Arantxa Sanchez-Vicario über weite Strecken couragiert und selbstbewusst auf und musste sich erst im spannenden Tiebreak des dritten Satzes beugen. Die dreifache Rothenbaum-Siegerin aus Barcelona trifft im Viertelfinale auf Titelverteidigerin Venus Williams aus den USA.

In München ist Thomas Haas bei den Internationalen Meisterschaften von Bayern nicht zu stoppen. Nach dem frühen Aus von Nicolas Kiefer bezwang der an Nummer zwei gesetzte Lokalmatador seinen Angstgegner Andrej Pavel aus Rumänien im Achtelfinale mit 5:7, 7:6 (7:2), 6:2 und zog damit zum zweitenmal in diesem Jahr ins Viertelfinale eines Sandplatz-Turniers ein. Dort trifft Haas heute auf den Russen Michail Juschny, der Oliver Gross (München) mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:2) niederrang. „Es war erst mein zweites Match hier. Ich bin aber auch deshalb heute schwerer ins Spiel gekommen, weil mein Gegner zu Beginn fantastisch gespielt hat und ich voll dagegenhalten musste“, sagte ein nicht ganz zufrieden wirkender Haas. Vor Juschny hat er zwar keine Angst, aber durchaus Respekt: „Er ist einer jener talentierter russischer Spieler, die an einem Tag jeden schlagen können.“ Neben dem 24-Jährigen Haas ist nach dem vierten Tag in München von acht gestarteten deutschen Profis nur noch ein weiterer im Rennen. Rainer Schüttler legte mit einem leichten Sieg gegen Alexander Popp schon einmal vor und kämpft gegen den Spanier Francisco Clavet um den Einzug ins Halbfinale.

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