Sport : TAKTIK Tafel

Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel über gegensätzliche Systeme

Improvisation gegen Mannschaftstaktik, also gegensätzliche Systeme, erwarten uns beim Spiel der Deutschen gegen Mazedonien. Der Titelverteidiger setzt dabei auf die intelligente Spielführung durch den Mittelmann. Etwas anderes würde auch nicht erfolgreich funktionieren, weil das Individuelle in diesem Team weniger stark ausgeprägt ist. Kompakt in der Abwehr und strukturiert im Angriff, nur so hat Deutschland in diesem WM-Turnier eine Chance. Dagegen steht diesmal eine Philosophie, die überwiegend auf dem Können des Einzelnen basiert. Ein Spieler wie Kiril Lazarov, der große Star des Teams, ist in kein Schema gepresst. Generell erfolgt kein Spielaufbau über den dirigierenden Mittelmann, sondern der Ball wird zunächst von einer Halbposition aus verteilt. Welcher Spieler dann eine Chance sieht, sich durchzusetzen, der versucht es. Beim Sieg gegen Polen hat das für Mazedonien geklappt. Dieser Stil kommt aber den Deutschen entgegen, wenn Deckungschef Roggisch mit seinen Nebenleuten ständig Druck auf die Lazarovs aufbauen kann. Und wenn dann die angesagten Angriffszüge in freien Wurfpositionen und mit Toren enden.

Zur WM erklärt Jörn-Uwe Lommel an dieser Stelle Spielweisen im Handball.

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