TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Es könnte durchaus ein Vorteil für den Favoriten sein, dass bisher nicht gerade eine Weltmeisterschaft der langen Pässe zu sehen ist, die von den Angreifern in hohem Tempo vielversprechend verarbeitet werden. Das scheint zum Teil am Ball zu liegen und hat mit den Plätzen zu tun. Die Bedingungen scheinen eher geeignet für das unwiderstehliche Kurzpassspiel der Spanier, mit dem sie sich langsam, aber sicher dem Tor des Gegners nähern. Das wissen natürlich auch die Gegner, trotzdem hat der Europameister seit dem Jahr 2006 nur ein einziges Spiel verloren. Denn es bleibt im Grunde nur das Mittel, diese unaufhaltsame Passmaschinerie mit dem Zentrum Xavi schon dort zu unterbinden, wo sie startet: tief in der Hälfte der Spanier; eine andere Gegenwehr ist noch keinem Gegner eingefallen. Und sie ist riskant: Wer früh angreift und dann überspielt wird, droht anschließend überrollt zu werden. Diese Spielweise der sehr variablen Spanier, die ständig mehrere Anspielstationen haben, erzeugt staunenswerten Fußball, weil der Ball zumeist direkt und schnell weitergespielt wird. Grundlage dafür ist die große technische Stärke der einzelnen Spieler, hierin liegt der entscheidende Unterschied zu den meisten anderen Mannschaften, den die stets dominanten Spanier perfekt auszuspielen verstehen. Man darf gespannt sein, ob jemand meint, bei dieser Weltmeisterschaft eine neue Maßnahme dagegen zu haben.

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