TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Um das Fünffache, so wird gemeldet, ist der Verkauf von Kondomen in Südkorea nach dem 2:0 im ersten Spiel gegen Griechenland gestiegen. Bier wurde in dreifacher Menge getrunken. Hunderttausende feierten ausgelassen auf den Straßen die überlegene Leistung ihrer Mannschaft. Die beruhte auf großer Disziplin. Grundlagen sind die immense, traditionelle Laufstärke der Asiaten und ihre Schnelligkeit, sie scheinen immer und überall zur Stelle zu sein und haben nach einem Ballgewinn – wenn der gegen Lionel Messi und seine Angriffskollegen gelingt – gleich mehrere Anspielstationen, um einen Konter einzuleiten. Dies geschieht mittels schneller Flachpässe, bei denen sich ein ganzer Spielerblock komplett nach vorne verschiebt. Argentiniens Dreierkette in der Abwehr erscheint prinzipiell eher über die Außenpositionen verwundbar, im ersten Spiel gegen Nigeria stellten die äußeren Mittelfeldspieler ihre Seiten aber defensiv meist gut zu. Nordkorea kontert zwar auch über die linke Seite Park Ji-Sungs von Manchester United, gerne aber auf kürzestem Weg durch die Mitte. Der südkoreanische Block kombiniert sich schnell nach vorne und sucht den Abschluss aus der Distanz. In Chu-Yong hat er einen wendigen vordersten Angreifer, das Kopfballspiel ist aber seine Sache ebenso wenig wie das seiner Mannschaftskollegen, Flanken von außen machen keinen Sinn. Dafür sind die asiatischen Spieler mit beiden Füßen und im Umsetzen von Spielzügen bestens ausgebildet, wie es ja auch die Nordkoreaner und teilweise die Japaner gezeigt haben.

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