TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

Zinédine Zidane hatte gestern eine exklusive Meinung. Auch wenn alles schiefgelaufen sei, habe er noch Hoffnung, dass Frankreich das WM-Finale erreicht, sagte der Weltmeister von 1998. Und dementierte bei der Gelegenheit Berichte, laut denen er über einzelne Spieler Einfluss auf die Taktik der Mannschaft genommen haben soll. Die Verwirrung ist groß, und dem Team ist neben den anderen großen Defiziten auf dem Platz auch anzusehen, dass ihm eine Idee vom Spiel abgeht. Es darf gebastelt werden. Trainer Raymond Domenech probierte es in der Vorbereitung kurz vor der WM mit einem 4-3-3-System, ehe er wieder zum 4-2-3-1 umschwenkte. Er ließ Florent Malouda draußen und begann mit Franck Ribéry, der in der Nationalelf sonst rechts spielt, auf der linken Seite. Im zweiten Spiel war Malouda dabei und Ribéry plötzlich auf der für ihn ungeeigneten Spielmacherposition zu finden. Dem zentralen Stürmer fehlte jegliche Anbindung an das unsortierte offensive Mittelfeld, ein Problem, das die Franzosen schon sehr lange haben. Im letzten Spiel gegen Südafrika brauchen die Franzosen, die in ihren vergangenen acht WM-Spielen nur drei Tore geschossen haben, nun ein paar Treffer, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Die einzige Möglichkeit hierzu sind aber Einzelaktionen. Und in der Abwehr stand die Innenverteidigung gegen Mexiko oft zu hoch und ermöglichte dem Gegner so Chancen. Dass sie in diese Lücke spielen können, haben die ansonsten enttäuschenden Südafrikaner gegen die Mexikaner gezeigt.

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