TAKTIKSCHULE  mit Mathias Klappenbach : TAKTIKSCHULE  mit Mathias Klappenbach

Sprache entwickelt sich

fortwährend, nicht anders ist es bei den Begriffen, mit denen die Spieltaktik im Fußball beschrieben wird. Seit einiger Zeit ist immer öfter die Rede von „inversen Außen“ (ziehen gerne in die Mitte wie Arjen Robben), Fluidität (meint Unberechenbarkeit durch Positionswechsel) oder der „falschen Neun“. Das sind zurückhängende Stürmer oder solche, die aus dem Mittelfeld in die Spitze vorstoßen wie Lionel Messi beim FC Barcelona. Für die spanische Nationalmannschaft teilten sich diese Rolle in der ersten Partie die Mittelfeldspieler David Silva und Cesc Fabregas. Bei der EM spielt auch der Franzose Karim Benzema fast im Mittelfeld – das soll Platz schaffen für „inverse Außen“, vor allem also Franck Ribéry. Auch Dänemarks Stürmer Nicklas Bendtner ist oft als Anspielstation vor den gegnerischen Verteidigern zu finden, er ist bei diesem Turnier mit den schweren Gruppengegnern ebenso Spielmacher Dänemarks wie Christian Eriksen im Mittelfeld. Generell steht im seit zwölf Jahren von Trainer Morten Olsen betreuten Team der Kollektivgedanke im Vordergrund. Immer wird ein Mitspieler zum Kombinieren gesucht. Die dadurch entstehende Variabilität macht die Dänen – etwa bei den Vorstößen des Innenverteidigers Daniel Agger – schwer ausrechenbar, ihr Spiel hat mehr Dimensionen als das vieler anderer Mannschaften. Das letzte Gruppenspiel gegen Dänemark wird für die deutsche Mannschaft daher eine schwere Aufgabe und vor allem eine Belastbarkeitsprüfung für die Doppelsechs mit Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger.

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