Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Es war in dem Moment gar nicht so prinzipiell gemeint, als Huub Stevens einst sagte, dass die Null stehen müsse. Dieser Ausspruch verfolgt ihn aber seitdem als sein angebliches Credo. Nicht zu Unrecht, wenn man sich die bisherigen Spiele des Hamburger SV in dieser Saison anschaut. Ein schön anzusehendes für die Zuschauer war nicht dabei, attraktive Szenen sind selten, wenn die Unterbindungsmaschinerie des HSV auf dem Platz steht. Vorne steht bislang in jedem Bundesligaspiel die Eins, aber drei der fünf Tore waren Elfmeter, eins aus dem Gestocher heraus und eins nach Konfusion beim Gegner nach einem Freistoß. Vorbereitet hat diesen Treffer Nigel de Jong. Das war Zufall, denn der Holländer ist sonst der Oberaufseher von Stevens’ Zerstörern. Zwar gewinnt er nur etwas mehr als 50 Prozent seiner Zweikämpfe und hat schon dreimal die Gelbe Karte gesehen, er ist aber derjenige, der mit physischer Präsenz in den wichtigen Zweikämpfen dafür sorgt, dass der Gegner sich jede kleine Chance mühsam erkämpfen muss. Vorne ist der HSV auf Standardsituationen und Einzelaktionen angewiesen. Die Tempodribblings von Romeo Castelen waren bisher nur blinder Alarm. Bei seinem Tor im Uefa-Cup hatte er Glück, in der Bundesliga ist ihm noch kein Treffer oder eine Vorlage gelungen. Halb so schlimm, solange de Jong auch gegen Nürnberg dazwischengrätscht und die Null steht.

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