Sport : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Für Kevin Kuranyi müsste es eine eigene neue Statistik geben. „Gewonnene Zweikämpfe“ bildet nicht adäquat ab, was die Ballgewinne des Stürmers für Schalke bedeuten. Im Basketball gibt es die Kategorie „steal“, diese geklauten Bälle führen nach einem schnellen Pass meist zum Erfolg. Auch Kuranyi erobert oft den Ball, bis zum Torerfolg ist es für ihn aber etwas umständlicher, weil er es auch noch selbst schießen muss.

Kuranyi erkämpft sich viele Bälle im Mittelfeld, zudem behauptet er auch hohe und weite Anspiele souverän. Zur Not auch gegen zwei Gegenspieler und so lange, bis etwa Christian Pander nachgerückt ist. Dann eilt Kuranyi schnell zurück in die Spitze, viermal hat er in der Bundesliga bereits getroffen. Viele seiner Chancen bereitet er so indirekt selbst vor. Einen „Assist“ in der normalen Statistik bekommt man dafür aber nicht gutgeschrieben. Vor der Saison, im Ligapokal gegen Nürnberg, hat der Stürmer innerhalb von sieben Minuten drei Tore direkt vorbereitet. Auch in der Bundesliga ist es nur eine Frage der Zeit, bis er in dieser Kategorie Punkte bekommen wird, gegen Bayern München vergab der von ihm bediente Ivan Rakitic freistehend eine große Chance. Der junge Rakitic muss den abgewanderten Spielmacher Lincoln ersetzen, für einen alleine eine schwere Aufgabe. Deshalb hilft ihm der gereifte Kuranyi als Stürmerspielmacher.

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